Goebbels, Streicher… und die FPÖ

Géza Molnár, Abgeordneter zum Burgenländischen Landtag und stellvertretender Landesparteiobmann der FPÖ-Burgenland hält Anzeigen gegen das FBI (Freiheitliche Bildungsinstitut) für gerechtfertigt?

 

Die Ratte wird in den vom FBI herausgegebenen FPÖ-Comics, ständig in Grün dargestellt, immer mit einem Joint im Mund und manchmal auch mit dem Kommunistenstern.
Verunglimpfung von Linken/Grünen wie zu Streichers Zeiten, wie auch Peter Terzer, FPÖ-Stadtparteiobmann in Hainfeld, feststellt, wenn er meint:

 

 

Was immer man von Burschenschaftern halten mag, die Karrikatur in der Krone war mehr als entbehrlich.
Lustig jedenfalls, wie sich die FPÖ, die sich sich genau dieses Niveaus und der Krone bedient, wenn es um Ausländer, Linke, Andersdenkende handelt, plötzlich reagiert, wenn es um Burschenschafter geht, mit der die FPÖ angeblich nichts zu tun haben will.

Wehleidigkeit und Vergesslichkeit gehören nun einmal zur FPÖ, ebenso die unzähligen Beschimpfungen von FPÖ-Wählern auf Facebook gegen „linke Ratten“, die uns täglich unter die Augen kommen.

Edit: Heinz-Christian Strache beschwert sich auf seinem Privatprofil auch gerade über die Rattenkarrikatur in der „Krone“.
Scheinbar hat er die Ratten in den FPÖ-Comics vergessen, für die er mitverantwortlich zeichnet.

Solidaritätsgruppe für einen Attentäter

 
 
Am 3.2.2018 schoss der 28-jährige Luca Traini in Macerata (IT) aus einem fahrenden Auto auf eine Gruppe Afrikaner. Mindestens sechs Personen wurden verletzt, vier davon schwer.
Bei den Kommunalwahlen 2017 kandidierte er für die Liste der Rechtspartei Lega Nord.
Sofort wurde eine Gruppe zur Solidarisierung mit dem „Patrioten“ Luca Traini gegründet. Martin Biechl ist das einzige österreichische Mitglied der Solidaritäts-Gruppe für den Attentäter.
 
Wie zu erwarten, setzt sich seine Like-Liste auf Facebook größtenteils aus FPÖ, AfD, Identitären uA. zusammen.
 
Unter seinen Freunden finden sich auch 2 FPÖ-Funktionäre:
–  Fabian Walch, Landesparteisekretär & Pressesprecher der FPÖ Tirol
–  Christian Enzenhofer, FPÖ Gemeinderat in Helfenberg.

Geschichtsunterricht für Markus Abwerzger

Wir dürfen Herrn Markus Abwerzger etwas Nachhilfe in Geschichte geben:

 
Sie meinen mit „dunkelsten Zeiten unserer Geschichte“ vermutlich und zu Recht das NS-Regime.
 
Anfangs war die NSDAP eine rechtspopulistische Partei wie es die FPÖ einmal war, bevor sie sich zu einer rechtsextremen Partei wandelte.
Um beim Standardargument der FPÖ-Anhänger zu bleiben „Die FPÖ ist nicht rechtsextrem, sie wurde ja demokratisch gewählt!!!„: die NSDAP wurde in Deutschland durch demokratische Wahlen legitimiert, bediente sich aber bald der Ausgrenzung, Hetze, des Rassismus und dem latent vorhandenen Antisemitismus.
Kommt uns alles bekannt vor, oder?
 
Was danach kam, müssen wir wohl nicht mehr erklären.
 
Die Geschäfte mit den Schmierereien „Kauft nicht bei Juden!“ sind wohl jedem ein Begriff, werden aber in der FPÖ-üblichen Täter-Opfer-Umkehr dazu verwendet, um im gegenständlichen Fall den Betreibern des Lokals LIVE Music Bar, Ausgrenzung gegen Andersdenkende in „linksfaschistischer“ Manier zu unterstellen.
 
Das Gegenteil ist aber der Fall, Herr Abwerzger:
Die Lokalbetreiber haben mit dem Schild lediglich zum Ausdruck gebracht, dass sie Neonazis nicht in ihrem Lokal bewirten wollen.
Würden Sie doch wohl auch nicht, oder?
Die im mittleren Kreis abgebildeten Herren Strache und Hofer stehen symbolisch für all die unzähligen Politiker und Funktionäre der FPÖ, denen man wie Strache eine Nähe zum NS-Gedankengut nachsagen darf, oder die in unzähligen Einzelfällen SS/SA-Mitglieder oder NS-Helden ehren.
 
Bezeichnend ist auch, dass ein Lokalverbot für Flüchtlinge von Ihren Parteikameraden als „guter und notwendiger Schritt“ angesehen wird, wenn es aber die wahren Ausgrenzer in unserem Land trifft, dann werden Sie wehleidig und löschen kritische Kommentare.

Strache und die Sprache des Nationalsozialismus

 
Er kann nur Propaganda, ganz wie in der Opposition und bedient sich einer Sprache, die seine gerichtlich bestätigte Nähe zum NS-Gedankengut wiederholt bestätigt.
 
Der Verdacht, er selbst sei nicht in der Regierung angekommen, erhärtet sich, denn Strache ist jetzt das System, und kapiert es nicht einmal.
 
Auch zeugt es von Größenwahn, von „die Österreicher“ zu sprechen, wenn seine Partei bei der letzten Nationalratswahl gerade nur knapp über 20% der Wahlberechtigtenstimmen erzielen konnte und somit auf dem dritten Platz hinter der SPÖ landete.
 
Speziell verstörend liest es sich, wenn Strache von „unseriösen Medien“ spricht, also die Medien zu diffamieren versucht, in denen echte JournalistInnen bei der FPÖ ständig Lügen, Widersprüche und Einzelfälle aus dem Bereich Wiederbetätigung, Hetze oder Antisemitismus aufdecken, er selbst aber von den nachweislich unseriösesten Medien wie unzensuriert.at[1], Wochenblick, alles roger?, oder FMpolitics teilt.
 
[1]

Strache: CETA für Lungenkrebs und falsche Zahlen

16.485 = 500.000?
 
Eine interessante Rechnung, die der rauchende Sportminister und Witzekanzler HC Strache hier aufstellt.
Mehr Brutto vom Netto quasi.
 
Strache behauptet doch tatsächlich in einem Puls4 Bericht am 1.2.2018[1]

„Es gibt auch 500.000 Unterschriften und Unterstützungsunterschriften von Bürgern, die gegen das allgemeine Rauchverbot unterschrieben haben.“
In Wahrheit sind es nur 16.485.
 

Wir erinnern uns:
Strache ging folgenden irrsinnigen Kuhhandel ein, um in die Regierung zu kommen:

Das von ihm vehement abgelehnte Freihandelsabkommen CETA, sowie die Ablehnung von Investitionsschiedsgerichten waren plötzlich kein Problem mehr, nachdem der zukünftige Koalitionspartner ÖVP sein OK zum Aus für das längst von SPÖ und ÖVP beschlossene generelle Rauchverbot in der Gastronomie gegeben hatte.
CETA hätte nach ursprünglicher Meinung Straches, wenn überhaupt, nur nach einer Volksabstimmung kommen sollen.
 
Nun brachte die Ärztekammer ein Volksbegehren zur Beibehaltung des generellen Rauchverbots in der Gastronomie ein, nachdem eine Online-Petition der Österreichischen Krebshilfe[2] dazu bereits 460.078 Unterschriften erhalten hatte.
Die von HC Strache beworbene Petition dagegen hatte lediglich 16.485 Unterschriften erzielt.
 
Von welchen 500.000 Unterschriften spricht Strache also?
Bezeichnet er demnächst die 75%, die die FPÖ nicht gewählt hatten, als glühende FPÖ Wähler?