Udo Landbauers Instagram-Abos: Ein Neonazi und Identitäre

Udo Landbauer

Udo Landbauer ist geschäftsführender Landesparteiobmann der FPÖ Niederösterreich, Abgeordneter zum niederösterreichischen Landtag und fungiert dort als geschäftsführender Klubobmann.
Seit 18.2.2019 ist Landbauer wieder Gemeinderat in Wiener Neustadt, nachdem er wegen bei seiner Burschenschaft „p.B.! Germania zu Wiener Neustadt“ gefundener NS-Liedtexte, vorübergehend aus der Politik schied.

Die Recherche

Nachdem bekannt wurde, dass  Martin Sellner, der Anführer der rechtsextremen Identitären, eine Spende des rechtsextremen Terroristen von Christchurch/NZ erhielt, konzentrierten sich unsere Recherchen besonders auf Verbindungen von FPÖ-FunktionärInnen zu Identitären. Viele sind trotz unglaubwürdiger Distanzierungsversuche seitens der FPÖ längst bekannt, viele weitere tauchen gerade in unseren Recherchen in diversen Social Media Portalen auf.

Neben Facebook findet man auch einige FPÖ-FunktionärInnen auf Instagram, wo man Personen abonnieren oder von anderen abonniert werden kann.
Dass wir gerade bei Funktionären aus Wiener Neustadt fündig werden, war uns klar, gibt es dort eine aktive Identitärenszene und das Naheverhältnis von Landbauers Parteikollegen Michael Schnedlitz ist bekannt und wurde im Rahmen unserer Recherchen von uns belegt.

Landbauers Instagram Abonnements

Auf Instagram wird zwischen Abonnements und Abonnenten unterschieden. Abonnements sind Personen, die man aktiv durch Klicken auf einen blauen „Folgen“-Button abonniert. Abonnenten sind Personen die einem folgen.

Udo Landbauers Instagram-Profil ist ein bestätigter Account, ersichtlich am blauen Symbol mit weißem Häkchen neben seinem Namen. Es gibt keinen sichtbaren Hinweis darauf, dass der Account von Admins bedient wird. Der letzte Eintrag stammt vom 4. April 2019, unsere Sicherung vom 11. April 2019.

Nachdem wir unter „abonniert“ 2 klar als Identitäre erkennbare Abonnements fanden und unzählige rechtsextreme, trauten wir unseren Augen nicht:
Die „Schwarze Sonne“ als Profilbild und als Name „antizion03 – free palestine“ – ein Antizionist mit einem NS-Symbol.

Gegencheck: Udo Landbauer befindet sich unter den Abonnenten von „antizion03“

Ein paar Profile darunter „nerviger_kapitalist“ mit einer antisemitischen Karikatur eines Juden.

Schwarze Sonne

Die „Schwarze Sonne“ ist ein Symbol, das aus zwölf in Ringform gefassten gespiegelten Siegrunen oder drei übereinander gelegten Hakenkreuzen besteht. Das Symbol wurde in der NS-Zeit von der SS im „Obergruppen­Führersaal“ im Nordturm der Wewelsburg auf Befehl des Reichsführers SS Heinrich Himmler und unter der Leitung des Architekten Hermann Bartels eingelassen. Für die Arbeiten ab 1934 wurden Zwangsarbeiter des benachbarten Konzentrationsagers Niederhagen eingesetzt.

Die „Schwarze Sonne“ ist ein in Österreich nach dem Abzeichengesetz verbotenes Symbol, das nicht immer verboten war und sich deshalb in der Neonaziszene als Ersatzsymbol für das Hakenkreuz dementsprechender Beliebtheit erfreute.
Es gab in Österreich bereits mehrere rechtskräftige Verurteilungen wegen sichtbar getragener Tattoos dieses Symbols, unter anderem Isabella Kordas, einem Kader der Wiener Neonaziszene. Sie war auf einer der 19 CDs mit „aktuellen Fällen“ zu finden, die bei der Leiterin des Rechtsextremismusreferats, Sybille G., im Rahmen der Stürmung des BVT beschlagnahmt wurden.

Ebenfalls zu finden war die Schwarze Sonne auf dem Cover des Manifests des rechtsextremen Terroristen von Christchurch mit dem Titel „The Great Replacement“ (Der große Austausch).

Auch findet man Tattoos der Schwarzen Sonne bei den Neonazi-Hooligans, die von den Identitären bei deren Kundgebungen als inoffizielle Ordner eingesetzt werden.
Am 27.7.2016 wurde einer der Neonazi-Hooligans bei einer Kundgebung der Identitären wegen seines Tattoos am Unterarm von der Polizei zur Identitätsfeststellung aus der Absperrung geholt.

Derselbe Mann bei der IB-Kundgebung am 11.6.2016, bei der auch Heinrich Sickl (FPÖ-GR Graz), Katharina Walter (BR FPÖ Wien 3) und Helwig Leibinger (BR FPÖ Wien 2) mitmarschierten. Ebenfalls mit IB-Fahne in der Hand dabei war Wolfgang Dvorak-Stocker, Verleger von Martin Hobeks Strache-Biografie „Vom Rebell(sic!) zum Staatsmann“.


 

Edit:
Kurz nach erscheinen unsere Artikels  am 14.4.2019 um 16:26 hat „antizion03“ einen Abonnenten weniger: Udo Landbauer

 

 

Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) im Gespräch mit „addendum/FACTUM“ über die Identitäre Bewegung

Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) im Gespräch mit Michael Fleischhacker über die Identitäre Bewegung
Addendum/Factum 3.4.2019
https://www.addendum.org/factum/sendung/abschiebung-unmoeglich/kickl/

 

Fleischhacker:
Sie wurden zitiert und haben 2016 auf einem Kongress in Linz bei den „Verteidigern Europas“, wo auch sehr viele Identitäre waren und die ja auch dem nahestehen, die Menschen dort in Ihrer Eröffnungsrede als „Gleichgesinnte“ angesprochen. Halten Sie die Identitären für Gleichgesinnte?

Kickl:
Also Sie vermanschen hier in einer Art und Weise wieder Dinge miteinander, die nichts miteinander zu tun haben, nicht. Das ist a bisserl eine Unart jetzt in der Berichterstattung über dieses Faktum, denn die Veranstaltung, und diesen Eindruck erwecken Sie hier, das war keine Veranstaltung der Identitären. Ob da auch Identitäre im Publikum gesessen sind, das kann ich nicht ausschließen, aber das was ich als Gleichgesinnte gemeint habe, das sind Leute, die sich für einen Vortrag interessiert haben, den ich zum Thema „Was hat Europa zu verteidigen“ gehalten habe. So, und jetzt gehe ich einmal davon aus, dass es Menschen gibt, die durchaus glauben, dass Europa etwas zu verteidigen hat, so wie ich das auch tue. Und genau über diese Dinge habe ich dort gesprochen und da sind wir dann übrigens sehr schnell auch bei Demokratie, bei Rechtsstaatlichkeit und ähnlichen Errungenschaften, die die europäische Landschaft, die politische Landschaft in Wahrheit auszeichnen. Ich halte das für verteidigenswert, wenn manche glauben, dass ma des ned verteidigen muss, dann ist das eher deren Problem als meines.

Fleischhacker:
Denken Sie, dass die Mitgliedschaft oder öffentlich bekundete Sympathie mit der identitären Bewegung und Mitgliedschaft in der FPÖ, gleichzeitig sein können, oder muss man das ausschließen?

Kickl:
Ich, Sie haben ja auch die Diskussion der letzten Tage verfolgt, es gibt einen eindeutigen Beschluss der freiheitlichen Partei, was die Frage von Funktionen betrifft und dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

Fleischhacker:
Funktionen in der Partei. Würden Sie auch sagen, Funktionen in der Verwaltung, zum Beispiel Ministerkabinetten, im Parlament…

Kickl:
Herr Fleischhacker, des schließt sich aus, wenn Sie etwa auf mein Kabinett anspielen, dann kann I Ihnen sagen, meine Leute sind alle sicherheitsüberprüft, auf geheim oder streng geheim. Diese Überprüfung wird vonseiten des BVT durchgeführt, wenn hier eine Person dabei gewesen wäre, die als bedenklich eingestuft wird, dann wären sie nicht Mitarbeiter meines Kabinetts.

Hinrichtung, Auspeitschen und Selbstjustiz für Steffi Krisper (NEOS) bei Johann Tschürtz (FPÖ)

Der Burgenländische LH Stellvertreter Johann Tschürtz (FPÖ) teilt ein Video der FPÖ mit einem Ausschnitt einer Parlamentsdebatte, in der Steffi Krisper (NEOS) Innenminister Kickl in Bezug auf Verbindungen der rechtsextremen Identitären zur FPÖ (wir berichteten) zur Rede stellt.

Die teils sexistischen Kommentare, in denen Krisper u.a. hingerichtet, ausgepeitscht oder durch Bürger selbst bestraft gehört, stehen bis zu seit 3 Tagen unmoderiert bzw. ungelöscht auf der Seite des FPÖ Politikers:

Strache: Die Identitären-Lüge

Machen wir es kurz:
Am 15. März 2019 ermordete ein rechtsextremer Terrorist in Christchurch/NZ 50 Menschen muslimischen Glaubens.
Ähnlich wie der rechtsextreme Terrorist Anders Breivik, der 2011 in Oslo und auf der Insel Utøya 77 Menschen kaltblütig ermordete, verfasste er ein Manifest.
Er nannte es „The Great Replacement“ – „Der große Austausch“, wie auch der Slogan der rechtsextremen Identitären Bewegung (IB) lautet und dessen sich ebenfalls Heinz-Christian Strache und andere FPÖ Politiker in teils abgewandelter Form bedienen. „(Bevölkerungs)Austausch“ ist lediglich eine modernere Variante des NS-Begriffes der „Umvolkung“.
Die darauffolgenden Ermittlungen ergaben, dass sich der Attentäter von Christchurch nicht nur in Österreich aufhielt, sondern auch noch dem Chef der österr. Identitären, Martin Sellner, eine Spende von 1.500,- Euro zukommen ließ, für die sich Sellner artig bedankte, angeblich ohne sich den Spender der ungewöhnlich hohen Zuwendung näher anzusehen.

Auf seine Sympathien und die Verstrickungen der FPÖ mit den Identitären angesprochen, begann Heinz-Christian Strache sofort mit einem Distanzierungs- u. Relativierungstango, der an Peinlichkeit nicht zu übertreffen ist.

Strache: FPÖ „hat mit Identitären nichts zu tun“

Gefragt, ob er Verbindungen der FPÖ zu den rechtsextremen Identitären ausschließen könne, sagte Strache: „Die Freiheitliche Partei hat mit den Identitären nichts zu tun.Es sei auch klare Beschlusslage der Partei, dass jemand, der sich dort engagiere, „auch keinerlei Funktion in der FPÖ innehaben kann“.
(https://orf.at/stories/3116679/)

EINE LÜGE

Eigentlich sind es derer mehrere:
Seit Gründung der IB waren und sind immer schon diverse FunktionärInnen in der IB tätig, bzw. wurden Aktivisten der Identitären zu FPÖ FunktionärInnen, Bezirks- u. Gemeinderäten etc. Ebenso waren und sind die FPÖ-Vorfeldorganisationen RFJ und RFS eng mit der IB verknüpft, aber dazu später.
Beginnen wir mit Heinz-Christian Strache selbst, der einer der ersten war, der die Identitären bewarb. 2015 teilt er ein Video der französischen Identitären, die 2018 in der Al Jazeera Reportage „Generation Hass“ zeigen, was hinter den „friedlichen Aktivisten einer nicht-linken Bürgerbewegung“ (O-Ton Strache, 2016) in Wahrheit steckt.

 

Die Kommentare zeigten schon damals, dass die Gesinnung der Identitären, ihre Hetze gegen Flüchtlinge und besonders gegen Muslime, zu weit mehr als nur Märschen durch den Wald im steirischen Spielfeld führen können.

 

Der frühere FPÖ-Gemeinderat von Fohnsdorf, Luca Kerbl, seit 2016 Leiter der IB Steiermark, freut sich hier noch in seiner Funktion als Bezirksobmann der FPÖ Graz Lend über die Teilung durch seinen Parteiobmann.
2016 nimmt Kerbl an der IB-Aktion gegen das Haus der Grünen in Graz teil und muss daraufhin seine Funktionen zurücklegen. „Bei den Identitären mitzutun steht nicht in Widerspruch zu unserem Parteistatut.“ war die Begründung von Mario Eustacchio, gegen Kerbl kein Parteiausschlussverfahren einzuleiten. Eustacchio, heute Grazer Vizebürgermeister, war am 15.11.2015 bei der Identitären-Kundgebung in Spielfeld selbst anwesend, ebenso wie Siegfried Waschnig und der Grazer FPÖ-Gemeinderat Heinrich Sickl, der den Grazer Identitären die Räumlichkeiten ihres „Hackherzentrums“ in der Schönaugasse 102 bis heute vermietet. Sickl trat allerdings nicht nur 2015 in Spielfeld als Ordner der Identitären in Erscheinung.

 

 

Bleiben wir noch kurz bei Luca Kerbl.
Am 18.4.2018 veranstalteten die Identitären eine eher nicht von Erfolg gekrönte Info-Aktion auf der Wiener Freyung. Knapp vor Ende der Aktion wurde der Tullner FPÖ-Bezirksobmann Andreas Bors im Gespräch mit Luca Kerbl entdeckt. Bors wäre 2017 als jüngstes Mitglied für den Bundesrat nominiert gewesen, hätte ihm nicht ein 2014 aufgetauchtes Foto von ihm beim Hitlergruß, einen Strich durch die Rechnung gemacht. Dass er wegen des Fotos 2014 nicht aus der Partei ausgeschlossen wurde, sondern nach einer kurzen Pause sogar Bezirksobmann werden konnte, verwundert Kenner der FPÖ vermutlich nicht.

 

Wieder zurück zu Heinz-Christian Strache:
Am 27.11.2015 verteidigt er den Fernsehauftritt des damaligen Identitären-Chefs Alexander Markovics gegen „linken Gesinnungsterror„.
Auch Elisabeth Keyl, Mädelschafterin und Mitarbeiterin im FPÖ-Parlamentsklub, davor Sekretärin von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, die 2010 bei einer Schlägerei bei einer Party der Burschenschaft Silesia in einem Wiener Gürtel-Etablissement Neonazi Gottfried Küssel als Beschützer holte, sieht in dem Identitären nur einen jungen Menschen, der sich um „sein Volk und deren Sicherheit“(sic!) Sorgen macht.

 


Einen Tag nach der Stürmung von Elfriede Jelineks „Schutzbefohlene performen Jelineks Schutzbefohlene“ im Audimax der Uni Wien am 14. April 2016, sah sich Strache genötigt, eine Stellungnahme von FPÖ-Generalsekretär Kickl zu den Identitären zu veröffentlichen. „Alles im Gesetzlichen Rahmen, politisch unabhängig, haben nichts mit der FPÖ zu tun und sind sogar am aktionistischen Stil der Linken angelehnt.“

 

Zwei Tage später, am 17.4.2016 teilt er einen Artikel des FPÖ-Hetzmediums „unzensuriert„, das von einer „linksextremen Propagandawelle nach friedlicher Identitären-Protestaktion“ phantasiert. In Wahrheit wurde die alles andere als friedliche Stürmung der Vorstellung nur von Rechtsextremen nicht verurteilt.

 

Wieder einen Tag später verteidigt Strache, der mit den Identitären nie etwas zu tun haben wollte, diese als „quasi junge Aktivisten einer nicht-linken Zivilgesellschaft„.

 

Strache hat auch so überhaupt nichts mit den Identitären zu tun, dass er Patrick Lenart, dem Co-Chef der Rechtsextremen, noch am 19.7.2017 auf Twitter folgt und ihm die IB Österreich auf seinem Facebook-Privatprofil gefällt:

 

Die Gerichtsposse um das Foto des „gemütlichen Beisammenseins“ Straches mit Identitären in Werner Legats „Las Legas“ am 4.12.2015 in Spielfeld, endete damit, dass Strache die Klage gegen den Politikberater Rudi Fußi zurückzog, nachdem er sogar das Gericht offensichtlich belog.

 

 

NAbg. Wolfgang Zanger

hielt am 13.2.2016 eine Rede bei einer Identitären-Kundgebung im steirischen Judenburg.

 

 

Ursula Stenzel

Die Wiener FPÖ-Stadträtin teilt am 2.8.2017 einen Bericht von „Info-Direkt“ über das Identitären-Fiasko „Defend Europe“, bei dem die Identitären rund 250.000 USD an Spendengeldern quasi versenkten und letztendlich selbst zu Schleppern wurden.

 

 

RFJ Burgenland

Der damalige burgenländische RFJ-Landesobmann Werner Wassicek, Gattin und heute Obmann-Stellvertreterin Sabine, luden die IB-Burgenland im Jahresrhythmus zu Infoveranstaltungen ein. Am 21.10.2016 stellte Kornblumenträger Wassicek zusammen mit Alexander Markovics die IB-Burgenland beim Gründungsstammtisch vor.

 

 

Friedrich Langberg, Generalsekretär des RFJ Burgenland beschwert sich am 17.3.2018 unter „Sellner verklgt GB„(sic!) darüber, dass dem Identitären-Chef Martin Sellner in England die Einreise verwehrt und er kurzfristig in Haft genommen wurde.

 

 

Nicht unerwähnt sollten Katharina Walter (FPÖ-Bezirksrätin Wien 3),  Bernadette Therese Conrads (FPÖ-Bezirksvertretungskandidatin) bleiben, die auf diversen IB-Kundgebungen gesichtet wurden.

Jan Pawlik (FPÖ-Bezirksrat Wien 14) arbeitet laut einer Recherche des Standard in Heinz-Christian Straches Sportministerium und ist dort in der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit tätig.

Sämtliche FPÖ-FunktionärInnen mit Identitärenbezug hier aufzuzeigen, würde zwar den Rahmen sprengen, aber einen haben wir noch:
Im Zuge einer Sicherung eines hasspostenden FPÖ-Funktionärs, stießen wir in seiner Freundesliste auf einen FPÖ-Gemeinderat der Marktgemeinde Sollenau.
Solche Profilbilder im Design der rechtsextremen Identitären sind allerdings keine Seltenheit bei FPÖ-WählerInnen oder Funktionärinnen.

 

Vizekanzler Strache attackiert Bundespräsident Van der Bellen – unfassbare Hasskommentare sind die Folge

Vizekanzler Heinz-Christian Strache postet ein fast 2 Jahre altes Video, um gegen Bundespräsident Alexander van der Bellen zu hetzen.

In dem absichtlich beschnittenen Video vom 24. März 2017 sagt Van der Bellen:

„Jede Frau kann ein Kopftuch tragen. Und wenn das so weitergeht und damit bin ich schon bei der nächsten Frage, bei dieser tatsächlich um sich greifenden Islamophobie – wird noch der Tag kommen, wo wir alle Frauen bitten müssen, ein Kopftuch zu tragen. Alle, als Solidarität gegenüber jenen, die es aus religiösen Gründen tun.“

Es geht allerdings so weiter:

„Das ist nicht so weit hergeholt. Wenn ich mich richtig erinnere, haben die Dänen während der deutschen Besatzung doch etwas ähnliches gemacht. Und nichtjüdische Dänen haben angefangen den Davidstern zu tragen, als sozusagen symbolische Geste oder auch tatsächliche Geste des Widerstands gegen die Deportation von Juden damals.“

Das Video in voller Länge: https://www.facebook.com/ekoesterreich/videos/1252414298141539/

Was bezweckt der Vizekanzler mit dieser Attacke auf den Bundespräsidenten?
Was jedenfalls folgt, sind Hasskommentare, die teilweise seit 15 Stunden nicht gelöscht wurden:

Beate Hartinger-Kleins alternative Fakten zur Gleichberechtigung

Peinlich, Frau Ministerin!

Wenn Beate-Hartinger Klein behauptet, dass „1990 erstmalig eine Frau Ministerin“ wurde, so ist das schlichtweg falsch.
Es waren bereits 7 Frauen vor 1990 Ministerinnen:

1. Grete Rehor (ÖVP)
19.04.1966 – 21.04.1970
Bundesministerin für soziale Verwaltung

2. Hertha Firnberg (SPÖ)
26.07.1970 – 24.05.1983
Bundesministerin für Wissenschaft und Forschung

3. Ingrid Leodolter (SPÖ)
02.02.1972 – 08.10.1979
Bundesministerin für Gesundheit u. Umweltschutz

4. Elfriede Karl (SPÖ)
01.01.1984 – 10.09.1984
Bundesministerin für Familie, Jugend und Konsumentenschutz

5. Gertrude Fröhlich-Sandner (SPÖ)
10.09.1984 – 21.01.1987
Bundesministerin für Familie, Jugend und Konsumentenschutz

6. Hilde Hawlicek (SPÖ)
21.01.1987 – 17.12.1990
Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Sport

7. Marilies Flemming (ÖVP)
21.01.1987 – 31.03.1987
Bundesministerin für Familie, Jugend und Konsumentenschutz
01.04.1987 – 05.03.1991
Bundesministerin für Umwelt, Jugend und Familie

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Zwar nicht 1. Präsidentin, aber 2. Präsidentin des Nationalrates war:

Marga Hubinek (ÖVP)
19.02.1986 – 05.11.1990

 


Edit: Mittlerweile hat die Bundesministerin ihr Posting kommentar- u. ersatzlos gelöscht

Primitivste Hetze von Vilimsky, Hafenecker, Darmann und Abwerzger gegen ORF und Flüchtlinge

Sehr viel primitiver geht es wohl kaum mehr, als das was FPÖ-Generalsekretär und NAbg. Christian Hafenecker, FPÖ EU-Abgeordneter Harald Vilimsky, der Kärntner FPÖ-Landesparteiobmann Gernot Darmann und FPÖ-Tirol Chef und LAbg. Markus Abwerzger hier zeigen.
Hafenecker und Abwerzger sind Burschen/Sängerschafter, Darmann bei einer katholischen Mittelschulverbindung (MKV).

 

 

Montage

Das Bild kursiert schon etwas länger in diversen freiheitlichen Hetzgruppen, zeigt also, wo sich Hafenecker, der es am 9.3.2019 um 20:48 postete, auf Facebook herumtreibt.
nur 4 Minuten später, um 20:52 postet es Harald Vilimsky, um 21:01 postete es Gernot Darmann und nennt es „Netzfund“, 21 Minuten später folgte Markus Abwerzger.

Letztklassig auch, dass für diese inhaltlich und grafisch gesehen, üble Montage, ein Stockfoto von iStock ausgewählt wurde, das syrische Flüchtlingskinder in einem libanesischen Flüchtlingslager zeigt.

Das Bild ist allerdings nur zur redaktionellen Nutzung bestimmt, denn:

„…Diese Art von Inhalt ist dazu bestimmt, im Zusammenhang mit Ereignissen verwendet zu werden, die berichtenswert oder von öffentlichem Interesse sind (beispielsweise in einem Blog, Lehrbuch oder Zeitungs- bzw. Zeitschriftenartikel).“

Primitive Hetze ist weder berichtenswert, noch von öffentlichem Interesse, Herr Hafenecker und Herr Abwerzger!

Dass es Abwerzger an Schuldeinsicht mangelt, beweist seine Reaktion auf Kritik:

Ebenfalls kommentiert Christian Hafenecker unter seinem Posting:

Mit „Gutmenschen“, dem Unwort des Jahres 2015, zeigt Hafenecker gerade in Zusammenhang mit diesem Posting, wessen Geist aus der permanenten Anti-Medien/Flüchtlingshetze der FPÖ spricht.
Julius Streicher schrieb 1941 im antisemitischen Hetzblatt „Der Stürmer“ vom „guten Menschen“:

„Es kennzeichnet den guten Menschen, dass er an das Vorhandensein des Schlechten erst dann glaubt, wenn er es mit eigenen Augen sehen kann. Auf die Gutgläubigkeit der Guten baute sich die Berechnung jener auf, die ein Interesse daran hatten, das jüdische Volk als ein ausgewähltes Gottesvolk in Erscheinung treten zu lassen.“

 

Die Kommentare bei Abwerzger sind dementsprechend:

 

FPÖ-GR Leo Kohlbauer missbraucht den Tod eines obdachlosen Ungarn für politische Hetze.

FPÖ-GR Leo Kohlbauer missbraucht den Tod eines 65-jährigen obdachlosen Ungarn, um gegen SPÖ Bezirkschef Markus Rumelhart zu hetzen.
 
2016 ließ Markus Rumelhart (SPÖ), der Bezirksvorsteher des 6. Wiener Gemeindebezirks, die vom Stadtgartenamt montierten Holzleisten auf den Parkbänken des Esterhazy-Parks entfernen, damit Obdachlose dort besser schlafen können.
Leo Kohlbauer (FPÖ) hingegen behauptet, dass sei „nur eine von unzähligen Maßnahmen, die eine Unzahl von Obdachlosen in den Park gelockt hat.“ und macht Rumelhart somit für den Tod des Ungarn verantwortlich.

Von einer FPÖ-Wählerin wird mit diesem Artikel aus oe24.at in einer Facebookgruppe mit 8.205 Mitgliedern gegen Ausländer gehetzt:

„Die „armen“ die zu uns kommen, erhalten sofort eine Unterkunft und unsere eigenen Leute lassen wir auf der Straße schlafen.
Hoffe das sich das schleunigst mal ändert.“

 

Die Fakten:

Wie SozialarbeiterInnen und StreetworkerInnen bestätigen, nimmt die Zahl dieser Menschen in den Parks der Stadt Wien gleichmäßig zu und nicht speziell im Esterhazypark.
Die Maßnahme des SPÖ-Bezirksvorstehers führte also zu keiner verschärften Situation in diesem Park.
 
Der verstorbene Ungar soll dort schon seit einigen Tagen nach einem erlittenen Herzinfarkt gelegen sein.
Speziell aus Ungarn, dem Land, dessen Politik Viktor Orbáns FPÖ Politiker als so vorbildhaft erachten, kommen in den letzten Jahren immer mehr Obdachlose nach Österreich.
Mit einem im Oktober 2018 verabschiedeten Gesetz hatte die Regierung von Premier Viktor Orbán Obdachlosigkeit unter Strafe gestellt. Das habe zu einem „gefährlichen Abtauchen“ der Obdachlosen geführt, da den Bedürftigen nicht mehr geholfen werden konnte, beanstandeten karitative Organisationen.
Von Oktober 2018 bis Jänner 2019 sind laut Ungarischem Sozialforum (MSZF) bereits 78 Menschen erfroren.
Im Winter 2017/2018 gab es 147 Kältetote in Ungarn, 53% davon im Freien.
 
Wer also obdachlose Menschen aus dem öffentlichen Raum vertreiben will, nimmt bewusst in Kauf, dass diesen Menschen mit gesundheitlichen, oder eventuell lebensbedrohlichen Problemen zu spät oder gar nicht mehr geholfen werden kann.
 
Wer hingegen bei Menschen, egal welcher Herkunft, nicht wegsehen will, dem sei das Kältetelefon der Caritas ans Herz gelegt:
 
+++ KÄLTETELEFON CARITAS +++
 
01-480 45 53
 

Was Heinz-Christian Strache über Sebastian Kurz sagte. Die Sammlung

„I sog immer Ohrwaschlkaktus zu ihm“

(Heinz-Christian Strache am 7.10.2017 – 8 Tage vor der Nationalratswahl)

 

Am 18.12.2017 wurde die Regierungskoalition aus ÖVP und FPÖ mit Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) von Bundespräsident Alexander Van der Bellen angelobt.
2 Monate davor, am 15.10.2017, fand die Nationalratswahl 2017 statt.

Die Regierungsparteien wurden nicht müde, dem Bürger ihre Harmonie bei den Koalitionsverhandlungen und auch danach zu präsentieren. Doch noch bis wenige Tage vor der Wahl, war Sebastian Kurz das Feindbild der FPÖ. Der ehemalige Außen- u. Integrationsminister hatte die nicht unerfolgreiche (und auch einzige) Strategie der FPÖ, Ausländerfeindlichkeit und Anti-Islam Hetze, zu einem Teil seines Wahlprogramms gemacht und wurde deswegen von Freiheitlichen als „Copy-Basti“ und noch viel Unschöneres bezeichnet.

„Kurz geht politisch über Leichen – sogar innerparteilich. Das ist ein Alarmsignal für seine menschlichen Qualitäten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Österreicherinnen und Österreicher solch eine skrupellose und unehrliche Person wollen.“

(Heinz-Christian Strache am 11.5.2017)

 

An vorderster Front der Kurz-Hasser: Heinz-Christian Strache selbst, auf teilweise unterirdischstem Bierzeltniveau.
Lesen Sie selbst!

 

Vizekanzler Strache ruft öffentlich zum Rechtsbruch gegen das Gleichbehandlungsgesetz auf!

Offen ruft hier Vizekanzler Strache zum Rechtsbruch auf.

 

 

Am 1. Juli 2004 ist das Gleichbehandlungsgesetz in Kraft getreten, damit hat der österreichische Gesetzgeber die Antirassismusrichtlinie der EU umgesetzt.
Arbeitnehmer dürfen seitdem nicht am Arbeitsmarkt aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit bzw. Herkunft diskriminiert werden. Dies gilt bereits für Stellenausschreibungen!

https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/186/Seite.1860220.html#Allgemeines

Was bedeutet „ethnische Zughörigkeit“?Ungerechtfertigte Differenzierungen auf Grund der ethnischen Zugehörigkeit knüpfen an Merkmale an wie etwa Herkunft, Kultur, Muttersprache, Hautfarbe, Sitten oder Religion. https://www.gleichbehandlungsanwaltschaft.gv.at/haufig-gestellte-fragen#Was_bedeutet_bdquo_ethnische_Zughoerigkeit_ldquo_

Hier die gesamte Richtlinie zum Nachlesen:
https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20003395