Bei Gottfried Waldhäusl: „Flüchtlinge ins KZ“ – der Freundin eines AUF-Polizisten gefällt das

Gottfried Waldhäusl, FPÖ Landesrat in Niederösterreich, uA. zuständig für Asyl und Mindestsicherung, postet am 7. Mai 2018 um 18:02 eine Meldung, dass die Asylwerber der Asylunterkunft St. Gabriel in Maria Enzersdorf wegen diverser Vorkommnisse übersiedelt werden.
Bei den betroffenen Asylwerbern handelt es sich um Menschen, die wegen psychischer und physischer Probleme, Traumata, körperlicher Behinderungen, Krebs etc. einer intensiven Betreuung bedürfen. Wohin diese Personen übersiedelt werden, ist derzeit noch unbekannt.

Dass sich in den Kommentaren, wie bei Postings von FPÖ-Politikern und beim Flüchtlingsthema im Besonderen üblich, kaum Menschliches zeigt, ist bekannt.
Dass sich auch manch FPÖ-WählerIn bemüßigt fühlt, unliebsame Menschen in KZs zu schicken und der „Endlösung der Asylantenfrage“ zuzuführen, kommt nicht selten vor. Und siehe da: Hier ist schon ein User mit einem Endlösungsvorschlag:

Neben bekannten Nazi-Codes wie „18“ für Adolf Hitler, oder „88“ für Heil Hitler, verwenden diese freiheitlichen Humanisten für die Vernichtungslager, die sie gerne wiedereröffnen würden bzw. dort ihre Gegner der Vernichtung zuführen wollen, einfach die Postleitzahl des Konzentrationslagers, um (uns) bei Facebook nicht sofort aufzufallen. Keine gute Idee.

„in 4310 ist ein guter Platz“

Bei der Postleitzahl 4310 handelt es sich um das in Oberösterreich gelegene Mauthausen. Im dort gelegenen gleichnamigen ehemaligen Konzentrationslager und seinen Nebenlagern kamen zwischen 1938 – 1945 rund 100.000 Menschen entweder durch Ermordung oder unvorstellbare Arbeitsbedingungen zu Tode.

Dieser Kommentar, der mehr als 5 Stunden auf Waldhäusls Profil stand, gefiel 3 Personen.

Da wir gerne ein Wenig in die Tiefe gehen, sahen wir uns die Profile dieser 3 Personen etwas näher an und hatten schon so ein gewisses Gefühl, das uns auch diesmal nicht betrog:
Die dritte Person gibt an, mit einem Max L. in einer Beziehung zu sein und dieser Name kam uns schon einmal bei den Recherchen zu unserem Artikel über Wolfgang Preiszler (EGS) unter, sowie auch bei Recherchen für den Profil Artikel von Clemens Neuhold „Wie rechts ist unsere Polizei?„.

Hier geht es keineswegs um Sippenhaftung oder weithergeholte Verzweigungen um sieben Ecken, auch hegen wir keinerlei Aversionen gegen die Exekutive.
Aber wir müssen Fragen stellen:

1.) Wie kann ein Polizist und AUF-Funktionär in einer Beziehung mit jemandem sein, der einen Kommentar gutheißt, in dem Menschen in einem Vernichtungslager des NS-Regimes ermordet werden sollen?

2.) Wie neutral kann dieser Exekutivbeamte seinen Dienst versehen und mit Menschen verschiedenster Herkunft umgehen, wenn er folgende als rechtsextrem, antisemitisch und hetzerisch bekannte Propagandamedien und Quellen mit zweifelhaftem Wahrheitsgehalt für seine Entscheidungsfindung heranzieht?

unzensuriert.at
Wochenblick
alles roger?
Anonymous Deutschland und Österreich (beide haben nichts mit dem originalen Anonymous Kollektiv zu tun)
RT Deutsch (Russia Today)
Der Infoblog
FPÖ
Pro FPÖ

 

Edit: Obwohl sämtliche Namen und Daten öffentlich zugänglich und leicht zu finden sind, haben wir Namen, Telefonnummer und Mailadresse verpixelt, um diverse Spinner nicht zu animieren, Telefonterror gegen Herrn L., die AUF oder die Polizei auszuüben.

 

 

 

Mordaufrufe bei Gottfried Waldhäusl

Der Niederösterreichische Landesrat Gottfried Waldhäusl fühlt sich „verärgert“ weil Muslime in der Öffentlichkeit beten, seine Fans rufen daraufhin zu Mord und Totschlag auf und beschimpfen aufs Tiefste. Diese Kommentare stehen seit vielen Stunden unwidersprochen auf seiner Facebookseite und wir bekommen das Gefühl, dass von diesem Mob eigentlich wesentlich mehr Gefahr ausgeht als von den betenden Muslimen, vor denen sich momentan so viele „Heute“ – Leser fürchten…

Strafe muss doch nicht sein?

Wer kann sich noch an den früheren freiheitlichen Verkehrssprecher Königsberger erinnern, der vor einigen Monaten schwerst alkoholisiert mit seinem Auto auf einem Radweg (!) stecken blieb?
Damals hat FPÖ-Klubobmann Waldhäusl groß angekündigt, der Polizist werde als Konsequenz eine Woche lang den Radweg sichern – das ist daraus geworden 😉

https://m.kurier.at/chronik/oesterreich/polizist-verursachte-mit-2-4-promille-unfall/274.781.305

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