Johann Gudenus und „Heute“ hetzen mit Flüchtling, der keiner ist!

Johann Gudenus:
„Flüchtling“ vergewaltigt 91-jährige Frau in Deutschland.

Titelt Johann Gudenus am 22.Juni 2018 um 22:48 auf Facebook.

Mittlerweile 20 Stunden später sieht das Posting mit dem verlinkten Artikel des Gratis-Blättchens „Heute“ immer noch so aus.

Nur, die Geschichte stimmt so nicht

Bereits am 21. Juni 2018 um 13:22, also fast 1 Tag früher, steht auf RTL.de zu lesen, dass die Polizei NICHT von einem Flüchtling als Täter ausgeht. Und das, obwohl RTL schon mal unschuldige Menschen aufgrund ihrer „Recherchen“ als Pädosexuelle vorführt.

3 Stunden später berichtet der „Stern“ darüber. Kein Wort von einem Flüchtling, die Täterbeschreibung „der Mann soll gut Deutsch gesprochen haben“ deutet auch nicht gerade darauf hin.

Kein Flüchtling

Die gemeinsame Pressemeldung der Staatsanwaltschaft in Limburg und der Polizeidirektion Lahn-Dill bestätigt bezugnehmend auf die Pressemeldung vom 20. Juni 2018, dass es sich nicht um einen Flüchtling handelt, sondern um einen türkischstämmigen Deutschen.

Spätes Update von „Heute“

„Heute“ braucht fast einen Tag, um die Geschichte richtigzustellen.
Dies geschieht allerdings nicht in einer gleich großen Aufmachung wie die reißerische Flüchtlings-Story, es wird einfach nur die Headline geändert und erst ganz unten im Artikel ein „Update“ hinzugefügt.

In der Verlinkung auf der Facebookseite von Johann Gudenus steht allerdings immer noch zu lesen: „90-jährige Oma von Flüchtling vergewaltigt“ (Stand: 23. Juni 2018 17:08)

Warum?

Warum schreibt „Heute“ unter Missachtung jeglicher journalistischer Sorgfaltspflicht, bezugnehmend auf die Polizeimeldung, etwas von einem Flüchtling, obwohl in der Polizeimeldung nichts davon zu finden ist?

Keine Richtigstellung von Gudenus

Warum postet Johann Gudenus „zufällig“ gerade diesen falschen, hetzerischen Artikel und reagiert auf Hinweise von Kommentatoren, der Artikel wäre falsch, bis jetzt nicht?

 

 

Die Höbarts: Eine schrecklich blaue Familie

Der Abgeordnete zum Nationalrat Christian Höbart hat eine Freundin.
Carina ist Jugendreferentin bei der FPÖ Bezirk Gänserndorf und mag die SPÖ und gepflegte Ausdrucksweisen nicht besonders.

 

Carina hat eine Mutter namens Hilde, die gute Ideen für die Aufstellung der deutschen Fußballnationalmannschaft hat:

 

Wir haben uns das Foto etwas näher angesehen und nicht verstanden, warum alle Spieler dem Publikum zeigen, wie hoch sie springen können. Also kurz recherchiert, und siehe da: Das war die deutsche Fußballnationalmannschaft bei einem Freundschaftsspiel gegen Spanien 1935, und da hat man eben so gegrüßt.

 

Das Ding auf der Fahne im Hintergrund dürfte dieses Sonnenrad sein, das die Hindus überall hinmachen, aber das wird die Hilde vermutlich nicht wissen.

Die Hilde ist auch begeisterte FPÖ Wählerin, aber sicher nicht rechts, wie ihr Fußballbild und die konstruktiven Kommentare zur Asyldebatte, Muslimen oder dem Bundespräsidenten weiter unten belegen.

 

Hilde kann auch nicht rechts sein, nur weil sie Freunde wie den Thomas Kirschner hat, den Chef der rechtsextremen PDV. Der Kirschner Thomas nämlich, hatte mal etwas mit einem Schweinskopf und einer Moschee zu tun und wollte auch einmal das Parlament stürmen, wenn er nicht gerade auf Fotos mit HC Strache, Mario Kunasek oder dem Holocaustleugner Wolfgang Pestl zu sehen ist.

 

Hilde hält viel auf traditionelle Erziehung à la Holzscheitelknien, das ihren Eltern auch nicht geschadet hat. Früher hat sie den eigenen Kindern auch mal eine auf den Popo geben.

 

Die Mama von der Carina hat auch gute Ideen für beschleunigte Asylverfahren.

 

Hilde mag auch Videos.
Manchmal geht es um Angela Merkel wie in diesem Video, wo tanzenden Muslimen pauschal Messerattentate unterstellt werden. Das ist nach österreichischem Recht nach den §§ 188 u. 283 StGB strafbar, aber das weiß die zukünftige Schwiegermutter vom Nationalratsabgeordneten Höbart vielleicht auch nicht.

 

Manchmal gehen ihr auch Einheimische auf die Nerven wie Natascha Kampusch, die es wagt den Herrn Kickl wegen seiner Pläne zu einer berittenen Polizei zu kritisieren.
Parteitreue geht nunmal über Tierschutz, denn die Hilde hat Tiere und besonders Pferde eigentlich ganz lieb.

 

Oder der Wiener Bürgermeister Michael Häupl, der schon im Mai erkannt hatte, dass die FPÖ eine „Arbeiter-Verräterpartei“ ist.

 

Dass der Hofer Norbert zwei mal nicht Bundespräsident geworden ist, wurmt sie halt immer noch, und deswegen unterstellt sie dem amtierenden Bundespräsidenten Van der Bellen gleich einmal „Betrug und viele viele Lügen“.

 

Trotzdem hätte sie ganz lustige Modetipps für den Bundespräsidenten.
Dass der Andreas Dieter, der eigentlich „Andreas Hufnagl“ heißt und in der Pressestelle der FPÖ Wien arbeitet, wie die Hilde, den Kopftuch-Sager von Van der Bellen nicht verstanden hat, wundert uns jetzt dann doch nicht.

 

Auch der vielleicht zukünftige Schwiegersohn aus dem Nationalrat, der unter anderem zweifelhafte Berühmtheit wegen seines „Höhlenmenschen-Sagers“ erlangt hatte, hat – seinem Niveau entsprechend – Ideen für die Amtskleidung des Bundespräsidenten.

 

So, zurück in die weite Welt, nach Syrien, wo ein Giftgasangriff angeblich inszeniert worden sein soll. Sagt die Krone. Warum es keine männlichen Opfer geben kann und was die alle so bei uns tun, weiß die Hilde genau.

 

Und zu guter Letzt beweist die Hilde ihre ganze Tierliebe, indem sie gegen das Schächten ist, aber keinesfalls auf das Schweinefleisch am Teller verzichten möchte. Und das, obwohl es – ja, Sie haben es erraten – um die bösen Moslems geht, die unsere Tiere schächten, aber das Schweinderl aus der Massentierhaltung verbieten wollen. Kompliziert das mit der kulinarischen Islamisierung!

 

Halt!
Eins haben wir noch: Und zwar isst Hildes Freundin Livi Ehrlich, die vor kurzem noch Livi Boros hieß und auch die FPÖ wählt, gerne „ihren KÜMMELBRATENSemmel“ in der U-Bahn, sicher auch zum Leidwesen der anderen Mitfahrer, und wünscht ihren muslimischen Freunden einen #happyramadan.
Nein, Scherz! In Wahrheit ist das natürlich so ein „lustiger“ Insiderschmäh bei FPÖ-WählerInnen, muslimische Mitbürger während des Fastenmonats Ramadan mit Essensgerüchen zu reizen – vorzugsweise vom Schweinernen.

 

Die Livi ist natürlich eine ganz eine tolle Tierfreundin und will nicht, dass Tiere durch menschliches Handeln leiden müssen.

 

Außer sie landen dann zwischen Livis beiden Semmelhälften.

 

12-Stunden-Tag: So täuscht die FPÖ ihre WählerInnen

2018: Die FPÖ ist in der Regierung.
Im Parlament soll der 12-Stunden-Tag bzw. die 60-Stunden-Woche ohne Begutachtung, ohne Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern, dafür im Wirtschafts- u. nicht im Sozialausschuss von FPÖ/ÖVP durchgepeitscht werden.
Das ist ein Novum. Besonders, wo sich die als „soziale Heimatpartei“ bezeichnende FPÖ als Partei für den „kleinen Mann“ präsentiert.
Eine Erklärung dazu könnte auch der Pressesprecher von SPÖ-Parteichef Christian Kern liefern:

Was die Frage aufwerfen würde, warum sollten sie die 60h-Woche nicht durchwinken wollen? Tatsächlich ein soziales Gewissen (zumindest für „unsare Leut“), das eine Spaltung zwischen einer sozial eingestellten Fraktion in der FPÖ und der rücksichtslos nach Macht strebenden Führungsriege bedeuten könnte? Oder ist man einfach nur besorgt, dass das bei den Wählern nicht so gut ankommen könnte, denn diesmal würde es sie direkt betreffen und nicht „die Asylanten“.

Bei Vizekanzler Strache liegen die Nerven blank, denn jetzt bekommt er nicht nur wegen seinem CETA-Umfaller auch geballte Kritik von FPÖ-WählerInnen zu spüren, die er in immer patzigerem Ton mit Unwahrheiten zu zerstreuen versucht.

 

FPÖ 2017 vs. 2018

Am 10.10.2017 veröffentlichte die GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier) unter „12-Stunden-Tag – Die Stellungnahmen der Parteien“ drei Fragen an die Parteivorsitzenden der Parlamentsparteien zur Arbeitszeit:
Die FPÖ antwortete auf die 1. Frage „Plant Ihre Partei eine Initiative zur Ausdehnung der täglichen Höchstarbeitszeit auf 12 Stunden?“ folgendes:

„Wir planen als Parlamentspartei keine Ausdehnung der täglichen Höchstarbeitszeit. „


und weiter:


„Derzeit laufen dazu nach unseren Informationen Gespräche zwischen den Sozialpartnern. Im Sinne der Arbeitnehmerinteressen ist für uns ganz zentral, dass es bei Veränderungen bei der Arbeitszeit keine Verschlechterung für den einzelnen Arbeitnehmer gibt, dh. keine finanziellen Einbußen bzw. bei erhöhter Arbeitszeit entsprechenden Ausgleich in attraktiver Bezahlung für die Überstunden.“

 

Am 16.9.2013 meinte Heinz-Christian Strache im Kurier-Wahlchat noch:

 

2018

Die FPÖ hat es Dank der rechtspopulistischen Wirtschaftspartei ÖVP von Sebastian Kurz endlich in die Regierung geschafft, sieht die Sache nun völlig anders aus.

Heinz-Christian Strache und Beate Hartinger-Klein verharren nur noch in aggressiver Verteidigungshaltung, reden sich um Kopf und Kragen und müssen jetzt den Preis dafür zahlen, dass sie von Sebastian Kurz in die Regierung geholt wurden.
An Skurrilität ist die Realitätsferne und Inkompetenz der Gesundheits- u. Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) im Ö1 Morgenjournal Interview mit Stefan Kappacher kaum noch zu überbieten.
Doch, da gab es noch ihre Verteidigung des Stopps des totalen Rauchverbots in der Gastronomie („Doch die letzte Bundesregierung hat die Gastfreundschaft in unserem Land gegenüber einer bestimmten Gruppe von Menschen verboten…„) oder ihre Ausführungen zur Zerschlagung der AUVA.

Das Interview
https://oe1.orf.at/player/20180616/518479/070904000

Transkript von neuwal.com
https://neuwal.com/transkript/20180616-beate-hartinger-klein-stefan-kappacher-morgenjournal-oe1.php

 

Die Fakten erklärt von:
Christoph Klein, Chef der Arbeiterkammer Wien
(https://www.facebook.com/christoph.klein.ak.wien/photos/a.367935986980220.1073741828.366939620413190/459193411187810/?type=3&theater)

Erwin Zangerl (ÖVP!), Chef der Arbeiterkammer Tirol
https://kurier.at/politik/inland/zerstoert-gesellschaft-schwarzer-ak-chef-gegen-12-stunden-tag/400051583

Rechtsanwalt Matthias Unterrieder, Partner der Anwaltssozietät Wolf Theiss
https://www.trend.at/wirtschaft/arbeitszeitflexibilisierung-gerangel-stunden-tag-10137925

Kontrast.at
https://kontrast.at/regierung-peitscht-12-stunden-tag-ohne-begutachtung-durch/

13. Juni 2018: Strache fällt 2x bei CETA um: „Christian Kern hat CETA 2016 ratifiziert“

 

„Die Mitglieder der Bundesregierung werden aufgefordert, sich
– für den Fall der Zustimmung des österreichischen Nationalrates zur CETA-Ratifizierung – politisch für eine verbindliche Volksabstimmung des CETA-Abkommens stark zu machen.“
(Entschließungsantrag der FPÖ vom 1.2.2017)

 

Das war vor der Nationalratswahl 2017.

 

Das war nach der Nationalratswahl 2017.

Nun denn, die Wahl ist geschlagen und als Dritter hinter der SPÖ beginnen die Koalitionsverhandlungen mit dem Wahlsieger ÖVP.
Ganz schnell wird man sich einig und opfert das stets bekämpfte Freihandelsabkommen CETA für den Nichtraucherschutz. Die ÖVP konnte ihren Willen durchsetzen und die Ratifizierung von CETA war laut Regierungsprogramm vorgesehen.

Klingt komisch, ist aber so.

Am 13. Juni 2018 wird CETA schließlich mit den Stimmen von FPÖ, ÖVP und den Neos noch schnell vor der Übernahme des EU-Ratsvorsitzes in der zweiten Jahreshälfte ratifiziert. Ein von der SPÖ eingebrachter Antrag für eine CETA-Volksabstimmung wird uA. von eben der FPÖ abgelehnt, die noch 2017 eine verbindliche Volksabstimmung zu CETA forderte.

Bisher behauptete Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) stets, CETA wäre schon längst unter Dach und Fach gewesen, man hätte gegen die Entscheidung der SPÖ/ÖVP Regierung für CETA nichts mehr machen können, die SPÖ hätte im EU-Parlament für CETA gestimmt etc.
Wie es tatsächlich war, und wie die FPÖ im Bundesrat abstimmte, lesen sie in unserem Artikel „Strache – Chronologie einer Lüge“.

Strache, längst wegen seiner CETA-Umfaller durch Kritiker aus seiner eigenen Wählerschaft in Bedrängnis, wirft mit Unwahrheiten um sich und behauptet sogar, Bundespräsident Alexander Van der Bellen hätte versprochen, CETA zu ratifizieren.
Eine Lüge.

13. Juni 2018 – Tag des doppelten Umfallens

Nun ist es endgültig. Strache und seine FPÖ haben ihre eigenen Wähler schamlos hinters Licht geführt und diese reagieren erbost auf Straches Facebookprofil.
In gewohnter Manier kontert er mit – sagen wir es höflich – „Unwahrheiten“.
Entweder hält er seine Wähler immer noch für dumm, oder er weiß es einfach nicht besser.

In eigenwilligem Deutsch präsentiert uns Strache hier sein Halbwissen.
Der damalige Bundeskanzler Christian Kern ratifizierte CETA im Oktober 2016 nicht, sondern er unterfertigte CETA lediglich „zur vorläufigen Anwendung“ unter Bedingungen, die noch zu klären waren. Im September 2017 trat CETA vorläufig in Kraft. Ausgenommen bleibt jedoch der umstrittene Investorenschutz.

Richtig ist, dass der EuGH befand, dass Schiedsklauseln in Investitionsschutzabkommen zwischen EU-Mitgliedern nicht mit dem Unionsrecht vereinbar sind. Nur hatte die FPÖ mit dieser Entscheidung absolut nichts zu tun.
FALSCH ist, dass CETA 2016 von SPÖ/ÖVP ratifiziert wurde, denn dies geschah erst am 13. Juni 2018 und zwar durch FPÖ/ÖVP.

Mit freundlichen Grüßen

Das gibt der entnervte Vizekanzler seinen Wählern noch mit auf den Weg und wir lassen es einfach einmal so stehen.

Antisemitische Karikatur: Strache überführt sich selbst

Warum löscht Vizekanzler Strache nach fast 6 Jahren eine angeblich nicht antisemitische Karikatur, gerade als Bundeskanzler Sebastian Kurz seine Israel Reise absolviert?

Österreichs Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) postete vor fast 6 Jahren eine antisemitische Karikatur, die er stets als nicht antisemitisch verteidigte und daher auch keinen Grund sah, diese zu löschen.

Die Karikatur ist eine überarbeitete Version, in der dem darin dargestellten gierigen Banker, der das Volk hungern lässt, auf die neutralen Manschettenknöpfe des Originals 3 Davidsterne montiert wurden.
Die Knollennase wurde durch eine Hakennase ausgetauscht. Sie ist das typische Merkmal der Juden in den antisemitischen Darstellungen des „Stürmers“ und anderer Druckwerke des NS-Regimes.

Wenn diese eindeutig antisemitische Karikatur gar nicht antisemitisch ist – wie Strache nie müde wurde, zu betonen – warum löscht er sie erst nach 6 Jahren und genau während der Israel Reise des Bundeskanzlers?

 

Ob es nur Zufall ist, dass österreichs Vizekanzler, der antisemitische Karikaturen postet und dem man laut einem letztinstanzlichen Gerichtsurteil eine „Nähe zum nationalsozialistischen Gedankengut“ nachsagen darf, Lieder der Hitlerjugend singt, die auch im SS-Liederbuch zu finden sind?

https://derstandard.at/2000039598093/Flamme-empor-Salzburgs-Gruene-kritisieren-Facebook-Postings-der-FPOe

 

Strache vergleicht die „AULA“ mit dem „FALTER“

Es ist nur „nicht erwünscht, dort zu inserieren und in der Regel auch nicht zu publizieren“ – keine Rede mehr vom automatischen Parteiausschluss.
Mit wem will es sich Strache wohl doch nicht ganz verscherzen?

 

„Aula“-Beiträge doch kein Grund für FPÖ-Ausschluss
Artikel für die rechtsradikale Zeitschrift „Aula“ zu schreiben, wird auch künftig nicht automatisch zu einem Karriereende bei der FPÖ führen. Wie FPÖ-Chef und Vizekanzler Heinz-Christian Strache heute betonte, sei es aber auch „nicht erwünscht, dort zu inserieren und in der Regel auch nicht zu publizieren“. Für den dritten steirischen Landtagspräsidenten Gerhard Kurzmann wird es keine Konsequenzen geben.
Zuletzt hatte der stellvertretende FPÖ-Bundesparteichef und Infrastrukturminister Norbert Hofer allen Politikern seiner Partei mit dem Ende der Karriere gedroht, wenn sie sich als „Aula“-Autoren betätigen. „Jeder, der dort weiter publiziert, hat die Chance auf eine weitere Karriere in der FPÖ verwirkt“, hatte Hofer gemeint.
Strache sieht das nicht ganz so streng, obwohl er keinen Widerspruch zu Hofers Aussagen erkennen wollte. Man müsse stets bewerten, was jemand schreibe, und nicht, wo. „Wenn ein freiheitlicher Mandatar im ‚Falter‘ schreibt, hat er auch kein Karriereende zu befürchten.“
Beiträge „sicher nicht erwünscht“
Gleichzeitig machte Strache aber auch klar, dass Artikel von FPÖ-Funktionären in der „Aula“ nicht erwünscht seien. Es habe dort immer wieder Dinge gegeben, „die uns nicht gefallen“, deshalb inseriere man auch nicht mehr in der Zeitschrift. Es sei auch klar, dass es „zum jetzigen Zeitpunkt sicher nicht erwünscht ist, dort zu publizieren“.
Dem steirischen FPÖ-Urgestein Kurzmann drohen aber keine Konsequenzen, wie auch sein Landesparteichef Verteidigungsminister Mario Kunasek im Gespräch mit der APA sagte. Er habe mit dem Obmann des Eigentümers, des Freiheitlichen Akademikerverbandes (FAV) Steiermark, gesprochen, und dieser habe eine „totale Neuaufstellung“ der „Aula“ im Juni angekündigt. „Das Problembewusstsein ist beim FAV Steiermark angekommen.“