War Strache Prokurist?

Wir wollen ja nicht behaupten, dass Herr Strache lügt, aber offenbar leidet er an besorgniserregenden Gedächtnislücken. Erst vergisst er, dass er Prokurist in der Firma „Care Partners GmbH“ war, dann halbiert er den Zeitraum, in dem er gemeinsam mit Gernot Rumpold als Gesellschafter tätig war.

Fakt ist:
– Herr Strache war von 2000 bis 2004 gemeinsam mit Rumpold Gesellschafter
– 2002 wurden die Eurofighter – unter möglichen Schmiergeldzahlungen ua durch Gernot Rumpold (zB EUR 96.000 für eine Pressekonferenz) – gekauft.
– Herr Strache will Untersuchungen zu der Causa verhindern

https://www.meineabgeordneten.at/Abgeordnete/Heinz-Christian.Strache

Mehr Transparenz im EU-Parlament? Nicht mit der FPÖ!

Zur Info

Die EU-Abgeordneten der FPÖ stimmten GEGEN
„mehr Transparenz im Europäischen Parlament“

Das Europäische Parlament verabschiedete eine umfassende Reform seiner Geschäftsordnung. Sie soll die Transparenz erhöhen, indem beispielsweise der Verhaltenskodex der Abgeordneten nachgebessert wird. Künftig soll es ihnen ausdrücklich untersagt sein, eine bezahlte Lobbytätigkeit auszuüben. Außerdem sollen härtere Sanktionen verhängt werden, wenn MdEPs sich rassistisch oder diffamierend äußern. Die Reform reduziert auch die Anzahl schriftlicher Anfragen, von Entschließungsvorschlägen sowie von Anträgen zur namentlichen Abstimmung im Plenum. Die neuen Vorschriften treten Anfang nächsten Jahres in Kraft.

http://oegfe.at/wordpress/2016/12/abstimmungsmonitoring-der-oesterreichischen-eu-abgeordneten-plenarsitzung-12-bis-15-dezember-2016/#post/null

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Wie war das mit der EU-Armee?

Verrückt! 2015 fürchtete die FPÖ einen Angriff der EU-Armee, 2017 will Herr Strache eine solche mit Atomwaffen ausrüsten…

By the way: 2016 hat die FPÖ als einzige österreichische Partei im EU-Parlament geschlossen gegen ein Atomwaffenverbot gestimmt.
http://www.icanw.de/neuigkeiten/eu-parlament-ruft-alle-eu-mitgliedsstaaten-auf-atomwaffen-2017-zu-verbieten/

https://www.kurier.at/politik/inland/strache-fuer-eigene-eu-armee-mit-atomwaffen/248.673.720

Amokfahrt in Heidelberg

Eines müssen wir zugeben: Herr Gudenus hat seine Fans bereits perfekt abgerichtet. Die Kommentare auf seiner Seite sprechen für sich

Wir wünschen den Angehörigen des Todesopfers viel Kraft und den Verletzten eine baldige Genesung. Eine solche Tat ist immer schrecklich und durch nichts zu rechtfertigen – ganz egal welche Nationalität der Täter hat.

Strache und Orban – eine spannende Liebesgeschichte

Wir sind gespannt, wie sich die Liebe von Strache zu Orban entwickeln wird.

Fakt ist, dass man offiziell von mind. 500.000 Menschen weiß, die aus Ungarn auswanderten. Zudem kommen unzählige Menschen, die zwar offiziell in Ungarn leben, aber im Ausland arbeiten müssen um zu überleben. Man rechnet mit einer Million Menschen, die gezwungen waren für die Arbeit wegzugehen.
http://www.kleinezeitung.at/politik/4052500/Massive-Auswanderung-aus-Ungarn
Fakt ist auch, dass nach Ungarn 65 Millionen Euro Familienbeihilfe gehen. Strache tritt dafür ein, dass diese Länder gar keine Familienbeihilfe erhalten. Nebenbei bemerkt benötigt das arme Land dieses Geld.
https://kurier.at/politik/inland/familienbeihilfe-ins-ausland-kuerzen-karmasin-macht-druck-auf-die-eu/244.986.277

Spannende Liebe, oder?

Wieviel das AMS wirklich für Deutschkurse zahlt

Herr Haimbuchner behauptet, dass das AMS pro Deutschkurs und Zuwanderer 14.000 Euro bezahlen würde. Das stimmt so NICHT. Durchschnittlich werden 2.220 Euro pro Person gezahlt. AMS-Chef Johannes Kopf hat folgende Stellungnahme zum „Krone“-Artikel, auf den sich Herr Haimbuchner bezieht, abgegeben:

„Es handelt sich hier um Informationen aus einem Rechnungshofbericht zum AMS Wien. Richtig ist, dass einzelne Personen im geprüften Zeitraum bis zu 9 Deutschkurse vom AMS Wien bewilligt bekommen haben. So erklärt sich auch das im RH-Bericht mE richtigerweise kritisierte Extrembeispiel (das teuerste) mit Gesamtkosten von 14.000.- €.

Es handelt sich also nicht, wie nun an vielen Stellen empört diskutiert, um einen Kurs. Auch der Vergleich mit einem Semester in Oxford ist insofern irreführend, als die Kurse bei der betreffenden Person über einen Zeitraum von mehreren Jahren stattfanden.

Wieso bekommt eine Person überhaupt mehrere Deutschkurse?
Nun dafür kann es zwei Gründe geben, entweder die Person muss einen Kurs wiederholen, weil sie das Lernziel nicht erreicht hat oder der häufigere Fall:

Die Kursniveaus sind nach einer ÖSD-Norm (Infos gibts hier: http://www.osd.at/default.aspx?SIid=9 ) eingeteilt.
Eine Niveaustufe gilt in unserer Logik als ein Kurs, so dass es nicht die Ausnahme sondern die Regel ist, dass eine Person mehrere Kurse macht. Also wenn jemand unsere Sprache noch gar nicht kann, dann lernt er Deutsch in einem Grundkurs, dann Niveau A1, dann den Kurs für A2, dann B1 und immer wieder müssen wir qualifizierte Menschen auch noch zu B2, C1 oder in Einzelfällen sogar C2 bringen, um sie auf qualifizierte Jobs vermitteln zu können.

Ein Kurs, in dem zirka 10 Menschen sitzen, dauert etwa drei Monate bei etwa 15 Wochenstunden, also um die 180 Einheiten und kostet uns aktuell pro Teilnehmer/in zirka 1.200 Euro. Die Kursanbieter werden durch Ausschreibungen ermittelt.

Auch ich finde das genannte Extrembeispiel nicht richtig und wir werden eine solche Häufung künftig verhindern. Insbesondere wird das AMS Wien nun einen Prozess aufsetzen, in dem im Falle von mehrmaligem Nichterfolg in einem Kurs, die Person psychologisch begutachtet wird, um festzustellen, woran es denn scheitert.

Abschließend: ich habe mir eine Auswertung der in Deutschkursen geförderten Personen vom AMS Wien seit 2011 machen lassen. Insgesamt haben 24.534 Personen seit damals im Durchschnitt 1,85 Deutschkurse gemacht. Als besonders auffällig würde ich jene Fälle nennen, wo Personen 7, 8 oder eben wie genannt sogar 9 Kurse besucht haben. Es waren dies zusammen 104 von 24.534 Personen. Ich habe das AMS Wien heute ersucht, sich diese Fälle genau anzuschauen.