FPÖ-Mann Kiesinger beschimpft SJ als Nazis

Robert Kiesinger von der FPÖ Liesing und Referent beim FPÖ Bildungsinstitut bezeichnet die Teilnehmer des heutigen friedlichen Fackelzugs als Nationalsozialisten. Wir werden diese Diffarmierung an die Sozialistische Jugend weiterleiten.

1525118687125

 

Robert Kiesinger war schon einmal dem Rechercheblog rechtsdrall.com einen Artikel wert.
ROBERT KIESINGER Die Hetze des FPÖ-Coaches

Uns ist er kürzlich wieder aufgefallen, als er zu Ostern einen NSDAP-Kalender postete und sein Parteikamerad (ebenfalls FPÖ Liesing) Wolfgang Jung und Kirstin Stanzel, eine Freundin von Marcus Ullmann (ex-VAPO Wehrsportkamerad von Vizekanzler Strache und Referent im Ministerium von Norbert Hofer) mitkommentierten.

 

Robert Kiesinger, Wolfgang Jung und Kirstin Stanzel (mit Mjölnir und Lebensrune wie auf dem NSDAP-Kalender) waren auch auf der von ihnen beworbenen rassistischen Kundgebung „Kandel ist überall“ am 14.4.2018 am Ballhausplatz bzw. bei der Schändung des Deserteursdenkmals.  Über die Veranstalterin Margit Chlada, die nicht nur ein Bild mit einem Hakenkreuz postete und die Löschattacke gegen uns auf Facebook auslöste, haben wir bereits HIER geschrieben. Kiesinger und Jung waren natürlich ebenso an dem erfolglosen Löschversuch beteiligt.
Ein Fortsetzungsartikel folgt.

FPÖ Waldhäusl: Menschen wie Nutzvieh erfassen und der Tierschutz

„Jedes Rindsvieh, Schwein oder Lamm wird bei uns erfasst, aber nicht, wie viele Menschen in unser Land kommen.“

(Gottfried Waldhäusl – „Heute“ 30.4.2018)

Gottfried Waldhäusl, Sicherheitslandesrat der FPÖ in Niederösterreich will nicht nur Menschen wie Vieh erfassen, er will sie im Falle eines negativen Asylbescheids auch in Lager sperren.

Konkret geht es darum, dass er 405 abgelehnte Asylwerber aus ihrem sozialen Umfeld reißen und sie in organisierte Quartiere umsiedeln möchte.
Dass der rechtsstaatliche Instanzenweg dadurch noch nicht abgeschlossen ist, interessiert den freiheitlichen Rechtsausleger nicht: Verwaltungs- oder Verfassungsgerichtshof könnten rechtskräftig negativ beschiedenen Flüchtlingen auf Antrag aufschiebende Wirkung gegen die Ausweisung gewähren.

Sollten sie sich bis 4. Mai dort nicht freiwillig melden, werden sie als nicht mehr hilfsbedürftig eingestuft und von der Grundversorgung abgemeldet.
Die Folgen: Keine Krankenversicherung, keine staatliche Unterstützung mehr. Dass solche Menschen keinen anderen Ausweg mehr sehen, und in die Illegalität und Kriminalität abtauchen werden, ist vorhersehbar.

Stolz präsentiert Waldhäusl auch seine Unmenschlichkeit auf Facebook, in dem er Flüchtlinge als „Zuwanderer“ bezeichnet, sie als illegal einstuft, obwohl sie noch nicht einmal alle ihnen zustehenden Instanzen durchschritten haben und ihnen einen „Bruch ihrer Lebensumstände“ ankündigt.

 

Einen Sauhaufen trägt man Stück für Stück ab.
Ich lasse mich dabei weder von Rechts noch von Links beeinflussen.

(Gottfried Waldhäusl – „Heute“ 30.4.2018)

 

Dass sich Waldhäusl von Rechts nicht beeinflussen lassen wird, ist insofern verständlich, da sich rechts von Waldhäusl kaum noch viel Platz bietet. Verteidigt er doch bis Heute den wegen Hitlergruß auffällig gewordenen Tullner Bezirksobmann Andreas Bors. Der Einzug in den Bundesrat konnt nur durch massiven Druck verhindert werden, der weiteren Karriere sind solche „Kleinigkeiten“ in der FPÖ nicht abträglich.

 

Aus seinem Umfeld erfuhren wir, dass sich Bors keineswegs gewandelt hätte. Beim Infostand der rechtsextremen „Identitären“ am 18.4.2018 in Wien, gegen die gerade Ermittlungen wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung, Verhetzung und Sachbeschädigung laufen, war Bors im angeregten Gespräch mit Luca Kerbl zu sehen.

 

Dadurch bekommt es einen besonders unangenehmen Beigeschmack, wenn der Neonaziverteidiger Waldhäusl, Menschen wie Vieh erfassen und in Lager sperren will.
Dieser menschenverachtende Umgang mit Flüchtlingen erinnert an die Geschehnisse vor 80 Jahren, als die Nationalsozialisten (wie auch der von Manfred Haimbuchner geehrte Gründer der FPÖ, Anton Reinthaller einer war) Menschen katalogisiert, in Ghettos zusammengepfercht und schlussendlich in Viehwaggons in die Arbeits- u. Vernichtungslager des Dritten Reichs transportierten.

 

„Ein Schächtverbot, generell einen Tierschutz mit Hausverstand.“

(Gottfried Waldhäusl – „Heute“ 30.4.2018)

 

Zu durchsichtig ist Waldhäusls Forderung nach einem Schächtverbot als Ankündigung für den Tierschutz eintreten zu wollen.
Ein Schächtverbot würde natürlich nur die von der FPÖ verachteten Moslems betreffen, die schrecklichen Zustände bei traditionellen österreichischen Massenschlachtbetrieben oder die von Tierschützern gerade wieder in Niederösterreich aufgedeckten Missstände in der Massentierhaltung interessieren Waldhäusl natürlich nicht.
Im Gegenteil, im Regierungsprogramm wird auf Seite 44 von einer „Ausweitung des Schutzes auf Eigentum und Hausrecht insbesondere auch gegen das illegale Eindringen in Stallungen gesprochen. Die neue Regierung will künftig jene zu Gefängnisstrafen verurteilen, die dokumentieren, was in Tierfabriken vorgeht. Dabei gesammelte Beweise sollen vor Gericht ungültig sein und müssen vernichtet werden.
(VGT)

Dass es Waldhäusl auch bei Tieren nicht so mit der (Jagd)Ethik hat, beweist, dass er die Gatterjagd, die unter seriösen Jägern als der Jagdethik widersprechend geächtet wird und bis 2029 in Niederösterreich ohnehin verboten werden soll, mit unwahren Argumenten verteidigt.

 

Auch beim Fischotter zeigt sich, dass Waldhäusl die Teichwirten wichtiger sind, als die Natur und fordert die von Experten als unnötig erachtete Tötung von 40 Fischottern bis Sommer 2018, freilich ohne das Wort „Erschießen“ in den Mund zu nehmen. Er nennt es lieber „Bestandsregulierung nach Maß und Ziel.“

 

Ein ausführlicherer Artikel zum Thema „FPÖ und der Tierschutz“ ist in Arbeit.

 

Bundesregierung investiert mehr in Gesundheit? FAIL!

Schuster, bleib bei deinen Leisten!
Norbert Hofer und in Folge die offizielle Seite der FPÖ behaupten, dass die Bundesregierung so viel Geld wie nie zuvor in den Gesundheitsbereich investieren würde. Das Finanzministerium sieht das anders:
„Die Ausgaben für Gesundheit bleiben auf einer stabilen Basis.“

https://www.bmf.gv.at/presse/budget-2018-2019.html

PicsArt_04-30-03.04.36

Abschaffung des Verbotsgesetzes bei Vizekanzler Strache seit 2 Tagen unkommentiert

Am 27.4.2018 postet Vizekanzler Heinz Christian Strache ein Video des Pressegesprächs zum Thema „Streichung von 2 500 Gesetzen und Verordnungen“.

Wie das „Heil Jul!“ bei freiheitlichen Sonnwendfeiern war zu erwarten, dass Kommentare zum Thema „Abschaffung des Verbotsgesetzes“ auftauchen würden.

Es dauerte dann immerhin 9 Stunden und 8 Minuten, bis ein „Peter Wottle“ sich in ellenlangen Ausführungen zu diesem Thema ergeht. Das Profil gibt nicht allzuviel her, außer dass Herrn Wottle HC Strache gefällt. Es könnte sich auch theoretisch um ein Fakeprofil handeln, auch wenn die Schreibweise und Wortwahl auf einen Rechten hindeutet.

Doch darum geht es uns nicht. Denn, so fragen wir uns:
Warum lässt der Vizekanzler in dem leicht überschaubaren und administrierbaren Thread diese Kommentare jetzt schon ganze 2 Tage lang unkommentiert stehen, wo er sich doch so von diesem Gedankengut distanzieren und das Verbotsgesetz keinesfalls infrage stellen will?

 

Wir machen weiter!

Am frühen Vormittag des 19. April hat Facebook unsere Seite „FPÖ Fails“ offline genommen. Natürlich haben wir sofort Einspruch eingelegt und warten nun auf eine Rückmeldung. Nachdem wir versucht haben, mit unserer Backupseite weiterzumachen, wurde diese binnen weniger Minuten ebenfalls gesperrt. Wir möchten hier ausdrücklich festhalten, dass kein Beitrag von uns gelöscht wurde, im Gegenteil: Wir haben Screenshots rechter Melder gesehen, auf denen Facebook bekanntgibt, dass die gemeldeten Beiträge nicht gegen die Gemeinschaftsstandards verstoßen. Trotzdem wurde unsere Seite wegen „Hassrede“ gelöscht.

Was macht FPÖ Fails? Wir stellen Hoaxes und Falschmeldungen vieler FPÖ-PolitikerInnen richtig, zeigen Hassreden auf und fallweise auch Postings/Kommentare, die gegen das Verbotsgesetz verstoßen. Natürlich ist das nur durch die Veröffentlichung entsprechender Screenshots möglich. Wir versuchen absolut sauber zu arbeiten und sichern die Screenshots so, dass sie bei Bedarf auch als gerichtstaugliche Beweise herangezogen werden können.

Wir vermuten, dass nicht einzelne Postings unserer Seite zur Sperrung führten, sondern die Anzahl der Meldungen durch rechte und rechtsextreme UserInnen. Dass wir vielen Leuten unangenehm sind, beweisen alleine die nachfolgenden Screenshots. Die FPÖ Gleisdorf nennt uns „linksextreme Hetz- und Lügenplattform“ – ohne Nachweis. Schon oft haben wir nachgefragt, wann und wo wir gelogen hätten – keine Antwort. Wir werden beschimpft, diffamiert und haben auch schon Drohungen erhalten, weswegen wir gezwungen sind, aus der Anonymität heraus zu agieren.

Dass es allerdings Personen aus dem FPÖ-Umfeld sind, die beinahe täglich Unwahrheiten verbreiten, beweist unser Blog, der sich nicht so leicht löschen lässt. Natürlich gefällt es vielen nicht, wenn wir ab und zu in diese Blase hineinstechen, aber die Nadel einfach zu zerbrechen ist, auch keine Lösung. Deswegen machen wir weiter, sind weiterhin unbequem und werden nicht aufhören, über den blauen-braunen Sumpf aufzuklären. Ob mit oder ohne Facebook, wird sich zeigen.

Hier nun eine kurzte Chronolgie der Ereignisse der letzten Tage in Bildform:

Am 16. April begann die Meldewelle. Facebook war der Ansicht, dass unsere Beiträge gegen keinen ihrer Gemeinschaftsstandards verstoßen würde.

Am Vormittag des 19. Aprils kam dann plötzlich die Meldung, dass nicht einzelne Beiträge, sondern die ganze Seite gesperrt wurde.

 

1
Zitat: Facebook
2
Zitat: Facebook
3
Zitat: Facebook
4
Zitat: Facebook
5
Zitat: Facebook

Genau darum geht es: Uns einen Maulkorb zu verpassen. Herr Giezinger ist übrigens stellvertretender Leiter einer Ortsparteigruppe.

Weiter geht es mit einer kleinen Kostprobe, wie massiv die Meldewelle war:

6
Zitat: Facebook
7
Zitat: Facebook
9
Zitat: Facebook
10
Zitat: Facebook
11
Zitat: Facebook
12
Zitat: Facebook
13
Zitat: Facebook
14
Zitat: Facebook
15
Zitat: Facebook

Ein anderer Chatverlauf:

Margit Ch_Fails 2_01

18
Zitat: Facebook
19
Zitat: Facebook

Margit Ch_Fails 2_06

 

Wegen „Glaubhafter Gewaltandrohung“ wurden wir also auch gemeldet. Wann und wo haben wir Gewalt angedroht?

Angeblich gibt es sogar Tote wegen uns!

23
Zitat Facebook
1
Zitat Facebook

Warum uns eine offizielle FPÖ Seite, nämlich die FPÖ Gleisdorf  – hier nicht zum ersten Mal – der Hetze und Lüge bezichtigt, wissen wir nicht. Wir fragten schon einmal nach und wurden als Antwort blockiert.

Wir haben übrigens – entgegen der Behauptungen der Frau Margit Ch. – keinen ihrer Screenshots gefälscht und können das auch vor Gericht via html-Sicherungen belegen.

Unter Hofers Burschen: Arndt Praxmarer

Norbert Hofer hat ein erlesenes Kabinett, das ist inzwischen bekannt.
Sein Kabinettschef René Schimanek hatte sich im Umkreis des Neonazis Gottfried Küssel aufgehalten und Herwig Götschober gelangte im Zusammenhang mit dem Liederbuch der Bruna Sudetia in den öffentlichen Fokus. Wenig beleuchtet ist Arndt Praxmarer, Mitglied der Burschenschaft Suevia Innsbruck.

 

 

Heil Suevia!

Die deutschnationale Suevia erlangte in der jüngeren Zeit zweifelhaften Ruhm, da sie auf ihrem Denkmal am Westfriedhof in Innsbruck unter anderen ihrem verstorbenen Mitglied Gerhard Lausegger huldigt. Lausegger war 1938 an der Ermordung des damaligen Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde beteiligt. Nach vielen Diskussionen brachte die Suevia einen QR-Code an der Rückseite des Denkmals an, der zu einem Text über Lausegger und dessen Beteiligung am „gewaltsamen Tod des Leiters der Kultusgemeinde Innsbruck Ing. Berger” (http://www.schwabendenkmal.at) führt. Auf die Website der Suevia hat es dieser Text allerdings nicht geschafft – eine Verlinkung findet sich dort – selbstredend – auch nicht. Da ist lediglich von „herausragenden Persönlichkeiten“ (siehe Bilder unten), die aus der Suevia hervorgegangen seien, die Rede.

Wenig erstaunlich ist daher, dass der QR-Code als eindeutige Distanzierung vom SS-Mann Lausegger nicht anerkannt wird. (http://www.freiheitskaempfer.at/?p=982)

Auf Praxmarers Facebook-Account erfahren seine Freunde jedoch, dass das Denkmal vom Hofer-Unterstützer Odin Wiesinger restauriert wurde.

 

Flamme Empor!“ ist ganz zufällig auch in den Liederbüchern der Hitlerjugend und der Waffen-SS zu finden und wird auch von anderen FPÖ Funktionären gerne gesungen..

 

Im „Der Goldene Löwe“ – Tommy Frenck

 

So richtig zur Sache geht’s aber bei einer Lokalität, dem der Sueve Praxmarer sein Facebook-Like geschenkt hatte, nämlich beim Gasthaus „Der Goldene Löwe“ in Kloster Veßra in Thüringen: Der Inhaber Tommy Frenck ist in der deutschen Neonazi-Szene alles andere als ein unbeschriebenes Blatt (https://www.focus.de/politik/deutschland/besuch-bei-tommy-frenck-so-tickt-ein-rechtsextremer-im-bundesland-mit-der-niedrigsten-auslaenderquote_id_7437735.html). Der verurteilte Neonazi Frenck betreibt neben seinem Wirtshaus einen Versand und ist Veranstalter von rechtsextremen Konzerten. Die Gesinnung des Inhabers und seiner Gäste wird recht unverhohlen zur Schau getragen: So feiert man dort alljährlich Hitlers Geburtstag mit einem Schnitzel um 8,88 Euro – das ist auch heute wieder der Fall.

 

Die 88er-Zahl – ein Nazicode für Heil Hitler – hat es Frenck so sehr angetan, dass selbst eine Spende an ein krebskrankes Kind mit 888.- Euro dotiert wurde.

 

 

Just, als wir an der Recherche zu diesem Blogeintrag arbeiteten, verschwand die von Praxmarer gelikte Facebook-Seite des Goldenen Löwen.

Das Gasthaus ist natürlich Treffpunkt der Rechtsaußen-Szene. Auf der Website werden Fotos von „erlauchten“ Gästen präsentiert (http://www.gasthaus-goldener-loewe.com/das-restaurant/), darunter Frenck mit der mehrfach verurteilten Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck und der Nazi-Liedermacher Frank Rennicke als „gern gesehener Gast“, der auch schon in Wien bei der Burschenschaft Olympia seine Hasslieder zum Besten geben durfte.

 

 

Übrigens: Frencks Gasthaus wird offenbar aus der österreichischen Szene nicht nur gelikt, sondern auch besucht. Auf einem Foto posiert Frenck mit dem deutschen Geschichtsrevisionisten und Holocaustleugner Günter Deckert und mit dem Oberösterreicher Fred Duswald, seines Zeichens Stammautor der rechtsextremen „Aula“. Duswald zeichnete sich nicht zuletzt durch einen Artikel aus, in dem er Überlebende aus dem KZ-Mauthausen als „Massenmörder“ bezeichnete. Nach diesem Artikel setzte es eine Klage durch Holocaust-Überlebende mit einem gerichtlich erzwungenen Widerruf. Ein Verfahren gegen Duswald und die „Aula“ liegt nun beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.