Hass, Verhetzung, Wiederbetätigung: Der braune Facebook-Sumpf über der Donau

Der Redakteurin war beim Sichten des Materials und bei der Recherche in der Gruppe regelrecht schlecht geworden.
Kein Wunder, wenn man sich als normaler Mensch mit dem geballten Hass der FPÖ-Wähler konfrontiert sieht.
 

Norbert Hofer erteilt Ex-Chef Lauda alle Auflagen für Flugline. Ohne Auflagen!

Dass Norbert Hofer Herrn Lauda trotz schlechtem Arbeitnehmerschutz ohne Auflagen alle Genehmigungen erteilt hat, wundert uns jetzt nicht mehr.
Als Minister sollten ihm allerdings die Interessen der Arbeitnehmer wichtiger sein als die seines Ex-Arbeitgebers.

 

FPÖ-Gruppe: „psychopathologisch gestörten grün-linken Gutmenschen die Augen ausschießen“

Wieder einmal postet die Bezirksobfrau der FPÖ in Nassereith/Tirol, Marion Senger van Rens in der offenen FPÖ-Gruppe mit 9.611 Mitgliedern.
Diesmal einen Hetzartikel gegen alles was nicht so rechtsextrem wie der deutsche Blogger Jürgen Fritz selbst ist. Der Mob reagiert sofort dementsprechend.
Lest selbst:

Sprecher des Vizekanzlers retweetet rechtsextremen Schläger der neofaschistischen „Identitären“

Martin Glier, Sprecher von Vizekanzler Strache retweetet Fabian Rusnjak, einen rechtsextremen Schläger der neofaschistischen „Identitären“.
 
Auch Christian Höbart und Markus Abwerzger retweeten ihn – Hans-Jörg Jenewein gefällt der Identitäre Schläger mit dem Teleskopschlagstock.
 
Die FPÖ distanziert sich natürlich von Rechtsextremismus und den Identitären!
Satire! 🙂

 

Strache teilt von rechtem Magazin – Chefredakteur ist amtsbekannter Rechtsextremer

Wenn der Vizekanzler um 02:52 scheinbar nach dem Business-Ball in Klosterneuburg nicht gerade von unzensuriert.at teilt, dann teilt er schon mal einen Artikel aus einem neuen rechtsextremen Magazin.

 

Chefredakteur ist der Identitäre und ehemalige Deutschlandsberger RFJ-Obmann Stefan Juritz, der bereits im April 2007 die Abschaffung des Verbotsgesetzes forderte.

Im selben Jahr nahm das Mitglied der schlagenden Burschenschaft Germania zu Graz am Sommerfest des als rechtsextrem eingestuften „Bund freier Jugend“ (BfJ) teil. Ebenfalls anwesend waren die beiden wegen Wiederbetätigung verurteilten Neonazis Gottfried Küssel und Felix Budin (beide VAPO).

Am 30. Jänner 2010 marschierte er mit Blood & Honour-T-Shirts-tragenden Freunden in das Grazer Lokal „Zeppelin“. Dort wurden – scheinbar wahllos – Gäste einer Geburtstagsfeier angegriffen, wobei mehrere Menschen verletzt wurden, einige von ihnen schwer.

Stopptdierechten.at zitiert aus einem Protokoll:

Einer der Beschuldigten…stampfte mit einem Fuß wuchtig auf den mit dem Gesicht am Boden aufliegenden Kopf von XX und führte spätestens dadurch mehrfache Brüche des Nasenbeines und beider Augenhöhlen herbei sowie einen vom Nacken bis zum Scheitel reichenden Bluterguss am Hinterkopf.“ Dem „Standard“ gegenüber berichtete ein Zeuge: „Sein Gesicht war schon richtiggehend zermatscht. Die haben gewirkt wie komplett Wahnsinnige im Blutrausch.

Trotz gegenteiliger Zeugenaussagen wurde Juritz freigesprochen. Sein Bruder wurde wegen schwerer Körperverletzung verurteilt.

Juritz ist zudem noch Online-Koordinator des ebenfalls rechtsextremen Magazins „Info-DIREKT“.

Seine Einstellung Frauen gegenüber zeigt sich am besten hiermit:

https://antifa-recherche.info/blog/2017/12/28/info-direkt-die-verantwortlichen-im-augenschein-teil-4-stefan-juritz/

Zusammengefasst: Strache teilt also Statements eines Rechtsextremen mit Kontakten in den Neonazismus, der – zumindest in seiner Phantasie – Frauen gerne schlägt.

Strache – Chronologie einer Lüge

oder

Wie ehrlich Strache es mit der österreichischen Bevölkerung nimmt.

Schon vor einem Jahr hatte Herr Strache behauptet, die SPÖ hätte im EU-Parlament für CETA gestimmt und sich danach zähneknirschend auf einen „redaktionellen Irrtum“ ausgeredet.

 

Dass er jetzt wieder dasselbe postet, kann daher nur eine bewusste Falschmeldung – oder einfach: LÜGE – des Vizekanzlers sein.
Fakt ist: Die SPÖ hat sich immer gegen die umstrittenen Investitionsschiedsgerichte ausgesprochen und im EU-Parlament gegen CETA gevotet. FPÖ und ÖVP haben im Bundesrat FÜR die Schiedsgerichte gestimmt (SPÖ und Grüne dagegen) und damit Tür und Tor für weitere problematische Abkommen geöffnet.
Danke Strache!

Die Chronologie Straches
CETA-Lüge

15.2.2017: ALLE SPÖ EU-Parlamentarier stimmten GEGEN CETA.

 

16.2.2017: Harald Walser (Die Grünen), so wie Eugen Freund (SPÖ) weisen Heinz-Christian Strache auf den „Irrtum“ hin, die SPÖ hätte im EU-Parlament für CETA gestimmt.

 

16.2.2017: Strache ist gespannt, ob die SPÖ im österreichischen Parlament für CETA bzw. die Investitionsschiedsgerichte stimmen wird und will sehen, „wie ehrlich die SPÖ es mit der österreichischen Bevölkerung meint“.

 

21.11.2017 (9 Monate später) stimmt die FPÖ gemeinsam mit der ÖVP GEGEN den Antrag von SPÖ und Grünen, beim Ausverhandeln künftiger Handelsverträge auf EU-Ebene keine Abkommen mehr zu unterstützen, die „internationale Investitionsgerichte bei Freihandels- und Investitionsabkommen zwischen Staaten mit hochentwickelten Rechtssystemen“ umfassen.

Die FPÖ stimmt somit FÜR Investitionsschiedsgerichte!

 

Profil

 

Wie ehrlich meint es also die FPÖ mit ihren WählerInnen und der österreichischen Bevölkerung?
Wie gut meint es die FPÖ mit ihren WählerInnen und der österreichischen Bevölkerung, wenn sie gegen ihre eigenen Versprechen und den Willen der ÖsterreicherInnen stimmt, nur um in die bevorstehende Regierung zu kommen und, als wäre das alles nicht schon schlimm genug, der ÖVP als Koalitionsbedingung das Aus zum längst von SPÖ und ÖVP beschlossenen allgemeinen Rauchverbot in der Gastronomie (Nichraucherschutzgesetz) zu stellen?

 

22.2.2018: Strache erzählt auf Nachfrage einer FPÖ-Wählerin schlichtweg die Unwahrheit.

 

23.2.2018: Michel Reimon (EU-Parlamentarier Die Grünen) erklärt dem Vizekanzler, wie es sich tatsächlich in Bezug auf CETA und Schiedsgerichte verhält:

 

24.2.2018: Vizekanzler Strache wiederholt seinen „Irrtum“ von vor einem Jahr und dies kann nur noch bedeuten, dass Heinz-Christian Strache entweder bewusst lügt, oder an fortgeschrittener Demenz leidet.
Beides wäre ein Rücktrittsgrund.

 

Abstimmungsergebnis im EU-Parlament:

Strache räumt „Irrtum“ ein:

FPÖ stimmt im Parlament FÜR Investitionsschiedsgerichte:

Michel Reimons Erklärung: