FPÖ will Jose Ramos-Horta Friedensnobelpreis aberkennen

Jose Ramos-Horta war ein wichtiger Unterstützer der Freiheitsrechte der einfachen Menschen. Er riskierte sein Leben, überlebte knapp ein Attentat. Einige seiner Geschwister wurden im Verhör ermordet. Er ist ein gebildeter Mensch, der schon sein ganzes Leben lang engagiert lebt und maßgeblich an den Friedensbemühungen in Osttimor beteiligt war.

Dass ein FPÖ Politiker ihm nun den Friedensnobelpreis aberkennen möchte, zeugt von großer Arroganz und Unwissenheit.
Auch seine LeserInnen blamieren sich unendlich:
(für volle Ansicht bitte Foto anklicken)

FPÖ gegen Suchthilfe

Verschwörung, die nächste!
Die Pharmakonzerne würden von der Suchthilfsstelle profitieren . Der Textilfachmann muss es wissen 😉 Auch scheint sich Kohlbauer mit der Therapie dort bestens auszukennen.

Es gibt wohl kaum eine ungemütlichere Adresse für diese Einrichtung als in diesem Bereich des Gürtels.

Die Wiener Öffis

Das soll wohl ein Scherzchen von Strache sein?

So eine günstige gut ausgebaute öffentliche Fortbewegung wie in Wien gibt es kein zweites Mal!

Hier eine aktuelle Übersicht:
Einzelticket ab 1.1.18: Wien € 2,40

2017:
Wien: € 2,20
Salzburg: € 2,60
Innsbruck, Graz: € 2,30

München: € 2,90
Berlin: € 2,80 – € 3,40
Zürich: ab € 2,70 aufwärts

Wien 2017 -> 2018:
Die Preise für die 365-Euro-Jahreskarte, das Top-Jugendticket und Jugendticket für SchülerInnen und Lehrlinge sowie der Preis für die Semestertickets für Studierende bei Online-Kauf bleiben gleich.

Die Jahreskarte ist immer noch günstiger als sie es 2002 war!

Wir plädieren für die Nutzung der Öffis, unseren Kinder und auch uns zuliebe!

FPÖ GR Alfred Gleitsmann: Doppelfail!

Diesmal ein heftiges #DOPPELFAIL von Alfred Gleitsmann, FPÖ GR in Eichgraben.
sprit und migranten
 

Fail No. 1:

Gleitsmann postet eine Fotomontage vom rechtsextremen Blog „halle-leaks.de“, der dem deutschen Grünen-Politiker Anton Hofreiter die Worte „Benzin müsste mind. 6-7 Euro kosten“ in den Mund legt.
Man muss nicht wahnsinnig intelligent sein, um sofort einen Fake dahinter zu vermuten.
Mimikama klärt auf:
 

Fail No. 2:

Gleitsmann postet einen Link zur islamfeindlichen FB-Seite „Anti islamische Allianz Abendland AiAA„, die auf ein Video des kärntner LAbg. Martin Rutter auf dem Videokanal „tv.k-networld.de“ verlinkt. Das nächste Video auf diesem Kanal nennt sich übrigens „Rheinwiesenlager: Der geplante Tod (der verschwiegene Holocaust)“.
Martin Rutter, stolzer Redner beim letzten Ulrichsbergtreffen referiert in dem Video über einen Plan der EU, 70 Millionen Migranten in den nächsten Jahren anzusiedeln.
 
Was steckt dahinter?
Die Zahl 70 Millionen findet sich lediglich in einer Aussage des EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos, der 2015 meinte, „aufgrund der demografischen Tendenz des Kontinents, würden in den nächsten zwei Jahrzehnten mehr als 70 Millionen Migranten nötig sein.“
 
Pläne dazu existieren nicht, auch in der beim Video verlinkten Studie der UN findet sich dazu nichts.
 
Das Video wird folgendermaßen kommentiert:
„Damit ist bewiesen, diese Migration ist geplant, es geht nicht um „Flüchtlinge“, es geht um einen von der EU geplanten „Volksaustausch“!!!“
 
HC Strache hatte den Artikel der SN bereits 2016 vom Linzer Rechtsextremen Florian Machl (FMpolitics) mit den Worten „Tauschen wir daher diese Politiker aus, bevor diese unsere Bevölkerung ausgetauscht haben.“ geteilt.
Bevölkerungsaustausch_70 mio migranten_FMpolitics 18.4.2016
Machl selbst kommentierte dies mit „Das ist der wahre Plan hinter den „Flüchtlingsmassen„“.
FMpolitics 70 millionen migranten_18.4.2016

Keine Nazis aber…

Keine Nazis, aber…
FPÖ Floridsdorf gegen DÖW
 
…ein Naheverhältnis zum NS-Gedankengut, wie man es übrigens auch Vizekanzler Strache nachsagen darf, muss man schon aufweisen, wenn man
 
– wie die hier angeführten 4 Funktionäre der FPÖ Wien 21 beim alljährlichen Gedenken einem Helden des NS-Regimes huldigt. (In der Vergangenheit waren auch verurteilte Neonazis wie Gottfried Küssel anwesend)
 
– bei der Floridsdorfer Bezirksvertretungssitzung die bescheidene Erhöhung des Kulturbudgets um 5.000 Euro zur geplanten Finanzierung des Projekts „Memento Wien – Floridsdorf“ des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands (DÖW) verhindern will.
 
– eben dieses international anerkannte DÖW als „einen Verein, der an der Spitze der sogenannten Skala der unnötigen Vereine steht“ (sic!) bezeichnet, wie der jetzige Innenminister Herbert Kickl bei seiner Rede beim rechtsextremen Kongress „Verteidiger Europas“, am 29. Oktober 2016 in den Linzer Redoutensälen.
 
 
Infos zum Nowotny Gedenken:

5 Monate danach: Kickl für „gefährliches“ Sicherheitspaket

Man hätte bei dementsprechend schlechten Quoten darauf wetten können, dass einem FPÖ Innenminister nur 5 Monate alte Vorwahlaussagen völlig egal sein werden.

kickl sicherheitspaket

Was er verschweigt, ist dass einzig und allein seine Partei für das von ihm erwähnte „subjektive Sicherheitsempfinden der Bevölkerung“ verantwortlich zeichnet.
Ist es einerseits die permanente Hetze, die Kickl als Propagandachef der FPÖ schon unter Haider unters Volk brachte und Angstbürger schuf, war es auch die schwarz-blaue Regierung ab 2000, die für den gleichzeitigen Stellenabbau bei der Polizei verantwortlich war:

Seit 2000 wurden 3.000 Dienstposten bei der Exekutive abgebaut.
Auch das Polizeipostennetz wurde massiv ausgedünnt:
Waren im Jahr 2000 noch 1041 Polizeiposten offen, sind es 2006 nur noch 921 – 120 Polizeiposten wurden also geschlossen.

Was ein Überwachungspaket im schlimmsten Fall bedeuten könnte, wenn es sich in den Händen einer Partei befindet, deren Nähe zum Gedankengut eines totalitären Regimes nicht zu übersehen ist, beschreibt Holger Bleich in seinem Artikel
Nichts zu verbergen?„:

Amsterdam gilt seit jeher als Musterbeispiel gelungener Stadtplanung. Bereits 1851 begann die Stadt, systematisch Daten der Bevölkerung zu erheben, um optimal ihre Ressourcen zu verteilen. Fürs „Bevolkingsregister“ gaben die Einwohner bereitwillig Beziehungsstatus, Beruf und Religionszugehörigkeit an. 1936 stieg man sogar auf die Datenerfassung mit einem hochmodernen Lochkartensystem um. 1939 aktualisierte eine Volkszählung das Stadtregister nochmals.

Im Mai 1940 rissen die einmarschierten deutschen Besatzer das Register an sich und ermittelten anhand dieses Datenschatzes in wenigen Tagen fast alle jüdischen Einwohner. Ein Großteil der rund 100 000 Amsterdamer Juden wurde ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Von einem Tag auf den anderen entschied ein Marker im Big-Data-Pool über Leben und Tod. Zuvor hatte 90 Jahre lang niemand etwas zu verbergen gehabt – schließlich diente die Erfassung ja dem Wohl aller.

https://m.heise.de/ct/ausgabe/2015-17-Editorial-Nichts-zu-verbergen-2755486.html

Weihnachtliche NS-Verherrlichung

Der Krumbacher FPÖ-Gemeinderat Bernhard Blochberger verherrlichte an diesem 24. Dezember gleich zwei mal öffentlich den Nationalsozialismus.

Zuerst teilte er ein Cover der nationalsozialistischen Frauenzeitschrift „Frauen-Warte“ und schnitt dabei das NS-Logo einfach hinaus.

 

Hier das Original:

Die „parteiamtliche Frauenzeitschrift“ zeigte ein Propagandabild zur „Wintersonnenwende“ 1943.

Dem nicht genug, teilte Herr Blochberger etwas später ein Video des „Nationalen Infokanal“, das Wehrmachtssoldaten im 2. Weltkrieg verherrlicht.

Der Youtube User „NationalerInfokanal“ spricht eine sehr deutliche Sprache:

Da wir schon öfter über Herrn Blochberger berichtet haben und nichts passiert ist, müssen wir leider davon ausgehen, dass diese Gesinnung in den eigenen Reihen von der FPÖ akzeptiert wird.

http://www.ub.uni-heidelberg.de/helios/digi/nsfrauenwarte.html

Edit: Von @romana_beer drüben auf Twitter:

„Er wollte einzig „schöne Weihnachtsgrüße vermitteln“ und findet es „persönlich traurig, dass man gerade zu Weihnachten“ die Dinge so gehässig verdrehe.“ – Ein Paradebeispiel für das von Ruth Wodak beschriebene rechtspopulistische Perpetuum mobile.

1. Es wird absichtlich ein Skandal provoziert, in diesem Fall das Posten von Nazi-Propaganda.
2. Sobald politische Gegner oder die Medien berichten, wird die hetzerische Bedeutung geleugnet – die Ähnlichkeit sei zufällig, unabsichtlich oder ungewollt: „ein Versehen“, „habe falsch gedrückt“.
3. Beanspruchung der Opferrolle und die Behauptung zu Unrecht beschuldigt zu werden: „gewisse Leute sehen in allem irgendwas drinnen“, „finde es persönlich traurig, dass man gerade zu Weihnachten die Dinge so gehässig verdreht“.
4. Meinungsfreiheit als Rechtfertigungsstrategie: „Er sei so wüst beschimpft worden, dass er das Bild nun bewusst stehen lasse.“