Strache „Kern, ÖBB Oberschlepper“, teilt Video von Hetzseite mit Mordphantasien

Heinz-Christian Strache teilt am 21.9.2018 um 22:46 auf seinem Privatprofil ein Video mit seinem Lieblingsthema: FLÜCHTLINGE!!!
Strache, dessen FPÖ bei der Nationalratswahl nur 3. hinter der SPÖ war, möchte damit in Erinnerung rufen, warum die SPÖ „abgewählt“ sei und bezeichnet Christian Kern als

„damals noch ÖBB Oberschlepper“

Über die strafrechtliche Relevanz dieser Aussage wird noch zu diskutieren sein.

Interessant ist, dass Strache ein exakt 3 Jahre altes Video von einer Hetzseite namens „Stopp Asylwahn“ teilt, deren einzige Aufgabe es war, gegen Rot/Grün und Flüchtlinge zu hetzen. „War“ deswegen, da die Seite nur Einträge von 3. September 2015 bis 23. Mai 2016 aufweist. Man muss also schon gezielt nach dieser Seite suchen, da sie seit über 2 Jahren nichts mehr in Straches Timeline spülen kann.

In dem Video des ORF geht es um eine Gruppe von 350 Flüchtlingen, die aus Slovenien kommend, auf einer Brücke nach Bad Radkersburg nur einer Handvoll Polizisten gegenübersteht, sich nicht aufhalten lässt und schlussendlich von den Polizisten begleitet wird.
Kommentare unter dem Video sprachen vor 3 Jahren davon, dass „Österreich und Deutschland wegen dieser Invasoren verloren wären„. In diesem Jahr war Österreich das dritt-friedlichste Land der Welt und heute, 3 Jahre später, ist Österreich immer noch das dritt-sicherste Land der Erde.

Die Kommentare sind, soweit man die Sprache der „besorgten Bürger“ versteht, selbstredend und sagen auch einiges über denjenigen aus, der von dieser Seite teilt.

„Hitler hätte sie vergast“

wäre wohl zu offensichtlich gewesen, also hatte Andreas Gast aus Deutschland dies etwas „subtiler“, aber trotzdem eindeutig formuliert:

 

„Faymann hinrichten“

und andere Phantasien des sofortigen Erschießens oder Niederknüppelns von Flüchtlingen, diverse patriotische Bezeichnungen für Schutzsuchende und ähnliche Nettigkeiten unter dem Originalvideo haben wir hier zusammengetragen:

 

 

 

 

 

 

Wem ein Verbrecher gegen die Menschlichkeit gefällt, sieht auch kein Problem mit Rassismus.

Nachdem wir am Samstag das Nazi-Posting der Administratorin der Seite „FPÖ-Vöcklamarkt“ entdeckten, wurde die Story von diversen Medien publiziert, darunter auch von oe24.at.
Kaum veröffentlicht, sahen sich einige User genötigt, das Nazi-Posting zu verteidigen oder zu verharmlosen. Allesamt natürlich FPÖ WählerInnen.
Einer stach uns nur 2 Stunden nach Veröffentlichung ins Auge:
Bernd Babitsch.

Babitsch ist stellvertretender Stadtparteiobmann der FPÖ Pinkafeld, der Ortspartei von Verkehrsminister Norbert Hofer und Ehefrau Verena, die ebenfalls für die FPÖ im Gemeinderat sitzt.

Am Dienstag, 18.9.2018 brachte der Standard die Geschichte über die Rassismusverteidigung Babitschs auf Facebook, die dieser kurz darauf zu erklären versuchte:

„…dass der Eindruck entsteht ich würde einen rassistischen Standpunkt vertreten.
Jeder der mich kennt weiß, dass dem nicht so ist.“

…und natürlich „tue es ihm ausdrücklich leid, dieses Posting in dieser Form verfasst zu haben.“
Die übliche Reaktion ertappter Hassposter oder Rassisten, denn an dem Posting der FPÖ-Vöcklamarkt war absolut nichts missverständlich und ebenso auch nicht an der Verteidigung des Begriffs „Rasse“ mit dem Vergleich Mensch/Tierzucht.
Was glaubwürdig ist, ist der Umstand, dass es Babitsch leid tut, erwischt worden zu sein.
Jeder, der mich kennt, weiß dass dem nicht so ist.“, war natürlich der Auftrag an uns, die ihn nicht persönlich kennen, ihn etwas genauer unter die Lupe zu nehmen, denn bisher ist uns noch nie jemand mit tadelloser Gesinnung untergekommen, der „aus Versehen“ etwas „missverständlich Rassistisches“ gepostet hätte.
Wer so schreibt, meint es auch so, und das haben wir uns auch prompt näher angesehen:

Babitsch kommentiert bei der „sozialen Heimatpartei“ NPD

Auf Seiten wie die der NPD rutscht man nicht versehentlich und kommentiert neben Leuten, die Moslems an Bäume hängen wollen oder mit Bomben ihrem Islamhass Nachdruck verleihen wollen.

Babitsch kommentiert bei „unzensuriert“ mit Neonazis

Auch auf Seiten wie „unzensuriert.at“, die auch von Heinz-Christian Strache geteilt werden, kommt kein normaler Mensch und kommentiert schon gar nicht in diesem Umfeld mit.
Wolfgang Lehner (real „Lechner“) zum Beispiel, ist bekannter Neonazi und würde am Liebsten „Das ganze (Moslem)Dreckspack ungeschaut erschießen“ (sic!), „Giovanni“ denkt an „unsere Öfen“ – gemeint sind die Verbrennungsöfen in den Krematorien der KZs. Und „Uwe Baar“ ist eine Gedenkseite für das 2011 verstorbene Mitglied Uwe „Onkel“ Baar, der als neonazistisch eingestuften  Hooligan-Gruppierung von „Unsterblich Wien“.

Was und wer Bernd Babitsch gefällt

Kommen wir zu den Likes von Herrn Babitsch, bevor wir zu etwas witzigeren Kommentaren von ihm am Ende kommen:

Hier wird es äußerst interessant, besonders in Bezug auf seine Aussage „Wer mich kennt, weiß, dass ich keine rassistischen Standpunke vertrete“.

Die deutsche „NPD“ die in Deutschland schon knapp davor stand, verboten zu werden, muss hier nicht noch näher erwähnt werden.

Bei der „PNOS“ (Partei National Orientierter Schweizer) handelt es sich um eine rechtsextreme, völkisch-nationalistische Schweizer Partei, die im Jahr 2001 vom Schweizer Bundesamt für Polizei als rechtsextreme Organisation eingestuft wurde.

Die „Deutsche Burschenschaft“ ist der umstrittene rechtsextreme Dachverband von 70 Burschenschaften bei dem man nur Mitglied werden kann, wenn ein Elternteil deutscher Herkunft ist und das andere Elternteil zumindest aus dem europäischen Kulturraum kommt.

Andreas Bors ist Bezirksparteiobmann der Tullner FPÖ, ist mit einem Hitlergrußfoto aufgefallen und welch Wunder: immer noch in der FPÖ. Nur der Einzug in den NÖ Landtag konnte durch starken medialen Druck verhindert werden.

 

Markus Ripfl war Obmann des RFS und ist Mitglied der B! Olympia.
Anfang des Jahres wurde er endgültig aufgrund medialen Drucks wegen Neonaziuntrieben aus der FPÖ ausgeschlossen. Seitdem versucht er mit seinem Grüppchen „Die Stimme“ die FPÖ als Partei rechts zu überholen, wenn er nicht gerade auf dem Wiener Zentralfriedhof NS-Helden ehrt, oder „völkisch vlogt“.

Und zu guter Letzt:
Saif al-Islam al-Gaddafi
Saif ist ist der zweitälteste Sohn des ehemaligen libyschen Revolutionsführers Muammar al-Gaddafi. 2011 wurde Saif vom Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) in Den Haag wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit zur Verhaftung ausgeschrieben.
Denn im Zuge des Libyschen Bürgerkriegs 2011 waren vom Gaddafi-Regime Folter, Morde und  Vergewaltigungen ausgegangen, um die Bevölkerung einzuschüchtern und den Aufstand niederzuschlagen.

 

Wem neben Neonazis sogar Verbrecher gegen die Menschlichkeit gefallen, kann natürlich niemals ein Rassist sein. Niemals.

 

„Asylanten/Tier“ Vergleich

Schon einmal fühlte sich Babitsch bemüßigt, in grottenschlechtem Deutsch einen Artikel in der „Kronen Zeitung“ zu kommentieren, in dem ein Posting des Caritas-Geschäftsführers Klaus Schwertner thematisiert wurde.
…warum so viele ausländerfeindliche MitbürgerInnen Hund- und KatzenliebhaberInnen sind„, fragt sich neben uns auch Klaus Schwertner um danach noch die Frage nach den „ernsthaften Problemen mit der deutschen Sprache“ bei Ausländerfeinden zu stellen.
Doch auch etwas witzig ist, dass Babitsch gerade hier in für rechte Hassposter bekannt übler Rechtschreibung seine rassistischen Thesen zum Besten gibt.

Auch hier beantwortet er die Frage Schwertners unfreiwillig:

Um das Ganze noch etwas abzurunden, entdecken wir ein Like zu einem Video über „Geoengineering“ über dem Wiener Hauptbahnhof.

 

Edit:
Am 19.9.2018 ist Bernd Babitsch aus der FPÖ ausgetreten.
Warum die Posterin des Nazi-Posts in Vöcklamarkt noch nicht aus der Partei ausgetreten ist oder wurde, fragen wir uns allerdings.

 

 

 

Nazi-Posting auf FPÖ Seite

Am Samstag, 15. September 2018 um 06:44 postet Claudia Michaela Six, Betreiberin der Seite „FPÖ – Vöcklamarkt„, ein Bild, das bei uns sofort die Alarmglocken schrillen ließ.

„Schütze Deine Rasse,
es ist das Blut
Deiner Ahnen!“

 

steht auf einem Bild zu lesen, das eine Maid mit blondem, zum Zopf geflochtenen Haar mitten in einem Feld zeigt.

Das Bild enstpricht in Diktion und Bildsprache ganz offensichtlich dem Ideal des arischen Menschen im Nationalsozialismus.
Das Wort „Rasse“ deutet wohl ganz klar auf den völkisch-rassistischen Hintergrund des Bildes hin. Die Intention, so ein Bild zu posten, das zu Reinhaltung der eigenen Rasse auffordert, ist ganz klar.

„Ich habe es gelöscht, weil mir wer gesagt hat,
dass das was mit NS und Nazis zu tun haben könnte.
‚Schütze deine Rasse‘ ist doch nichts Schlechtes, keine Hetze gegen andere.“

 

…meinte Administratorin Six gegenüber dem Standard und dass sie „öfter etwas teile, ohne dass sie sich die Seite anschaue“ .

Die Standardausrede von Freiheitlichen, die beim Posten einschlägiger Inhalte ertappt werden. Denn Frau Six postet selbst auf der FPÖ-Seite Inhalte von diversen rechtsextremen und antisemitischen Verschwörungsseiten, mit nicht nur tiefstem Niveau, auch Antisemitisches gegen George Soros und die Rothschilds von Seiten wie „Wochenblick“ , „alles roger?“ , „journalistenwatch“ , „news for friends“ oder „Zaronews“ . Letzteres Medium ist keines, über das man einfach so stolpert. Gehetzt wird gegen Flüchtlinge, den Islam, „Multikulti“ und besonders gerne gegen die EU und Angela Merkel – geteilt wird von AfDlern.

Es ist ja nicht so, dass diese Beiträge einfach so in der Timeline auftauchen, außerdem ist auf den ersten Blick ersichtlich, welches abscheuliche Gedankengut sich hinter ihnen verbirgt.

Besonders eindeutig ist die Seite von „Andre Weishaupt“, einem deutschen Neonaziprofil, von dem das oben beschriebene Posting stammt.
Ruft man seine Seite auf, sieht man als erstes das verbotene Symbol der „Schwarzen Sonne“, Blood & Honour, Eiserne Kreuze und ähnlich Einschlägiges, das mit freiheitlichem Patriotismus oder vielleicht einer berechtigten Islamkritik längst nichts mehr zu tun hat.

Ohne lange bei diesem Profil suchen zu müssen, finden sich dort solche mehr als eindeutigen Postings:

 

Doch wieder zurück zur unschuldig besorgten Bürgerin und Administratorin Claudia Michaela Six, die die EU schon mal in der öffentlichen FPÖ-Gruppe als „Missgeburt“ bezeichnet.

Und hier weitere von ihr auf der Seite „FPÖ – Vöcklamarkt“ geteilte Inhalte:

Norbert Hofer sponsert von Strache geteilten Artikel im Wochenblick, der neo-nazistische Ausschreitungen in Chemnitz beschönigt. GF Geroldinger pflegt Kontakt zu Neonazi.

 

 

Wir sind schon auf die Erklärung Norbert Hofers gespannt, warum er in diesem einschlägig bekannten Hetzmedium gleich zwei Anzeigen auf einer Seite schaltet, die weder informieren, noch einen anderen Zweck erfüllen.

Die Grafik für die Anzeigen ist in ein paar Minuten erledigt, das Geld schnell überwiesen.
Ein Schelm, wer dabei Böses denkt.

Dass der „Wochenblick“ kein Problem mit Neo-Nazis hat, dürfte uA. mit GF Norbert Geroldinger zu erklären sein, der dem wegen Wiederbetätigung rechtskräftig verurteilten und immer noch hochaktiven Neonazi Franz Radl zu dessen erfolgloser Berufungsverhandlung „Alles Gute und Daumen hoch !“ (sic!) wünschte.

Goebbels Zitat in FPÖ-Gruppe und Wolfgang Jung gefällt Neo-Nazi Aufmarsch in Chemnitz

Titelt „Heute.at“ am 28.August 2018 zur Menschenjagd auf Migranten und den anschließenden Krawallen durch Neo-Nazis im deutschen Chemnitz.

In der einschlägig bekannten Facebook-Gruppe „Sag ja zu HC Strache und Norbert Hofer“ wird ein Live-Video des Russischen Propaganda Senders „RT Deutsch“ zu den Vorkommnissen gepostet, das auch dem Wiener FPÖ-Landtagsabgeordneten Wolfgang Jung gefällt. Nicht verwunderlich, sehen viele FPÖ-WählerInnen diesen Mob aus Hooligans und Neonazis als „besorgte Bürger“, die lediglich ihr Recht zur Selbstverteidigung wahrnehmen.

Das Video bekommt 13 Likes – 1 davon eben von Wolfgang Jung – und 1 Kommentar, der es in sich hat.

Mit „Nun, Volk, steh auf, und Sturm, brich los!“ endet nämlich die 109-minütige „Sportpalastrede“ von Reichspropagandaminister Joseph Goebbels am 18. Februar 1943, in der er zur Intensivierung des „totalen Krieges“ aufrief.

Diese Phrase stammt in dieser Version eindeutig von Joseph Goebbels, basiert allerdings auf der ähnlich lautenden Textzeile „Das Volk steht auf, der Sturm bricht los“ aus dem Gedicht Männer und Buben des deutschen Dichters und Dramatikers Theodor Körner (1791-1813).

 

Edit 2.9.2018:
Seit nunmehr 5 Tagen steht der Goebbels-Spruch ungelöscht auf der Seite.
Wolfgang Jung sieht immer noch einen „mehr als berechtigten“ Protest besorgter Bürger, obwohl auf unzähligen Fotos und Videos, wie zB. in diesem Video vom 27.8.2018 und auch von der Nachfolgekundgebung am 1.9.2018 in Chemnitz, unzählige Neonazis mit Sprüchen wie folgenden gezeigt werden.

„Wir sind die Fans! Adolf Hitler Hooligans.
Deutschland den Deutschen! Ausländer raus!
Merkel muss weg!
Komm her, du scheiß Kanacke!
Ausländer raus! 
Festung Europa! Macht die Grenzen dicht! (IB Spruch)“

 

Was ein Bild alles auslösen kann…

Die ÖBB will ihre Leser informieren, dass die Familienvorteilscard auch von Freunden, die mit ihren Kindern unterwegs sind, benützt werden kann und verdeutlicht das auf einem Plakat, auf dem zwei Männer und ein Baby abgebildet sind. Ein Mann hat eine etwas dunklere Hautfarbe.

Der Linzer Gemeinderat Manfred Pühringer postet ein Foto des Plakats auf seine private Timeline (sichtbar für über 2.300 Facebookfreunde). Der Shitstorm, der durch das Posten dieses harmlosen Bildes ausgelöst wurde, ist kaum fassbar. Wir möchten euch die Kommentare zeigen und dokumentieren, wie weit Homophobie und Rassismus bereits in Österreich Einzug gehalten haben.

Besonders aufgefallen ist uns dabei Bruno Weber. Er ist nicht nur FPÖ-Stadtrat der Stadtgemeinde Amstetten, sondern auch Kammerrat der AK Niederösterreich und Vorstandsmitglied der Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse und administriert den offiziellen Facebookauftritt der FPÖ Amstetten. Wörtlich schreibt er: „[…] 2 vermeintliche Schwuchteln m Baby und davon noch ein Neger. Mir graust…“

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Den letzten Kommentar haben wir als Titel gewählt.

FPÖ St. Barbara verbreitet antisemitische Verschwörungstheorien

Nicht zum ersten Mal fällt die FPÖ St. Barbara durch hetzerische Postings auf, doch diesmal schrillten bei uns sofort die Alarmglocken.

Der „Hooton-Plan“

Der „Hooton-Plan“ des US-Amerikaners Earnest Hooton (1887-1954) taucht neben dem „Morgenthau-Plan“, „Kaufman-Plan“ und dem „Kalergi-Plan“ immer wieder bei Rechtsextremen, Neonazis und Antisemiten auf, wenn von „Umvolkung“ oder „Genozid-Projekt“ fantasiert wird.
Der Plan war lediglich ein Textbeitrag Hootons zu einer 1943 erschienen Ausgabe des Boulevardmagazins „PM Daily“, das 1948 wieder eingestellt wurde und war somit nie Teil der offiziellen US-Politik. In dem Beitrag plädierte er unter Anderem für die Ansiedlung nicht-deutscher Bevölkerung in Deutschland, um „den deutschen Nationalismus und die aggressive Ideologie zu zerstören“.
Der neonazistische Wikipedia-Klon „Metapedia“ bezeichnet Hooton deswegen als „deutschenhassenden Völkermordplaner“
Es ist die selbe antisemitische These, wie sie auch von Johann Gudenus mit seinen „stichhaltigen Gerüchten“ über George Soros genährt wird.
Die These besagt, dass Juden Kriege in muslimischen Ländern fördern und damit für eine von ihnen gewollte und gesteuerte Flüchtlingswelle von Moslems nach Europa sorgen würden. Ziel sei es, Europa „umzuvolken„, zu „islamisieren„, zu „unterwerfen“ und damit zu schwächen.

Umvolkung„, ein Begriff aus der NS-Zeit, findet man heute meist nur noch auf neonazistischen Portalen wie Metapedia. Rechtsextreme wie die Identitären haben den Begriff der heutigen Zeit angepasst und sprechen von „Austausch“ oder „Bevölkerungsaustausch„.

Zwei Fliegen mit einer Klappe

Stufe 1: Um ein Feindbild aufzubauen, dämonisiert man Menschen aus moslemischen Ländern, stellt sie und den Islam generell als das Böse hin, sie wären nur an einer „Islamisierung“ und Zerstörung „unserer Jüdisch-Christlichen Werte und Traditionen“ interessiert und würden ohnehin allesamt die Sharia in Europa fordern. Zusätzlich wären alle Moslems natürlich „importierte Antisemiten“, vor denen man „unsere Juden“ beschützen müsste, der beste Beweis also, dass „wir“ (FPÖler, AFDler, Patrioten, etc.) niemals Antisemiten sein könnten.

Stufe 2: Nun wird den Juden (!) vorgeworfen, im Rahmen einer „zionistisch-freimaurerischen Weltverschwörung“ die Flüchtlingswelle dieser „Invasoren“ zu fördern und dies um den Preis, sogar ihre eigenen Leute zu opfern.
Dass Hooton vorgeworfen wird, Jude und US-Amerikaner gewesen zu sein, untermauert  die These der „amerikanisch-jüdischen Verschwörung gegen die Deutschen und Europa“, bloß gibt es keinerlei Belege dafür, dass er jüdischer Abstammung sein sollte.

Johann Gudenus hatte schon einmal von „illegalen Invasoren“ (sic!) in Bezug auf Flüchtlinge gesprochen. Die Begriffserklärung finden Sie in unserem ARTIKEL dazu.

FPÖ St. Barbaras Quelle

Interessant sind natürlich auch immer die Quellen, von wo solche Postings geteilt werden.
In diesem Fall ist es der für uns nicht unbekannte „Eric Johann Pirklbauer“, dessen Liste der Likes auf Facebook erwartungsgemäß ausfällt. Hier ein kleiner Auszug davon.

Doch wen entdecken wir inmitten Herrn Pirkelbauers erwartungsgemäßen Likes?
Gabriele Beierl, Betreiberin der Facebookseite „ÖVP für Sebastian Kurz„, Verteidigerin der ÖVP/FPÖ Regierung vor „linkem Hass“ und Mitadmin der Gruppe „Opas gegen Links“.

Nachdem sich die ÖVP unter Sebastian Kurz von der ursprünglich „christlich-sozialen“ Volkspartei zu einer rechtspopulistischen Wirtschafts- u. Konzernpartei gewandelt hatte und man bei den meisten FPÖ-WählerInnen in ihren Likes auf Facebook BK Sebastian Kurz gleich neben Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus findet, wundert uns Frau Beierl ebendort nicht wirklich.