Die GIS-Lüge der FPÖ

Wie lange noch, fragen wir uns, wird es wohl dauern, bis der letzte FPÖ-Wähler erkennt, dass er von seiner eigenen „sozialen Heimatpartei des kleinen Mannes“ nach Strich und Faden belogen und betrogen wurde.

War die FPÖ bis vor kurzem noch für die restlose Streichung der GIS, will sie jetzt sogar eine noch umfassendere Rundfunksteuer einheben, die nicht nur noch mehr Bürger betreffen wird, sondern auch noch ein VfGH-Urteil ignoriert.

https://diepresse.com/home/kultur/medien/5338635/Der-ORFUmbau-wird-kleiner-kommt-aber-schneller

GIS Fail

Das Bild, das von der FPÖ geteilt wird, ist ziemlich fehlerhaft.
Von den unzähligen Rechtschreibfehlern wie auch von der naiven Einfachheit des Bildes wollen wir absehen.
Über Sinn oder Unsinn der GIS kann man durchaus streiten. Trotz allem wollen wir bei den Fakten bleiben.

So sieht es aus:
-> 3,6 Mio Teilnehmer bezahlen 842 Mio. p.A.
-> die Teilnehmer setzen sich aus Haushalten (nicht Einwohner!), Firmen, Hotels, Pensionen, usw zusammen.
-> einen Großteil davon kassieren die Länder für die Kulturförderung.
-> Mit ORF gibt es Sportübertragungen (ORF kauft Rechte auch für Randsportarten), Oskars (alle Filme, für die „Österreich“ in den letzten Jahren einen Oskar gekriegt hat, wurden vom ORF cofinanziert), Nachrichten, Landesstudios, Ö1, FM4, uvm.
-> Der ORF erhält von der Gebühr 32,32€ (16,16€/Monat). Insgesamt ca. 600 Millionen Euro und dies macht etwa 60% des Umsatzerlöses aus.
-> Die Gebühren sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich: von ca € 20,00 bis € 25,00.
-> Aufgaben: https://www.gis.at/unternehmen/aufgaben/