81 Jahre nach der Reichspogromnacht: Moscheen sollen brennen.

Juden haben in Österreich ja auch zahlenmäßig
keine große Relevanz mehr.“

meinte der FPÖ-nahe Historiker Lothar Höbelt zum Antisemitismus der FPÖ in der SZ.

Was Höbelt damit meint, deckt sich mit unseren Beobachtungen, und der Meinung namhafter Vertreter der jüdischen Community: Rechtsextreme benötigen Feindbilder um Hass und irrationale Ängste bei ihren WählerInnen zu schüren. Dass offene Hetze gegen Juden, 81 Jahre nach der Reichspogromnacht 1938, für eine Parlamentspartei nicht nur aus Imagegründen nicht mehr möglich ist, liegt auf der Hand. Also muss ein neues Feindbild her: Der Islam.

 

Der Steirische FPÖ-Landeschef Mario Kunasek befindet sich mitten im Wahlkampf und dieser war durch islamfeindliche Hassreden der Parteispitzen Norbert Hofer und Herbert Kickl geprägt. Hofer wurde es nicht leid, ständig zu betonen, dass „der Islam weder zu unserer Kultur, noch zu unserer Geschichte gehöre – und auch nie wird“, Herbert Kickl gab den rechtsextremen Hassprediger und erinnerte in seiner hasstriefenden Rede in Leibnitz gegen den Islam, stark an den Hass gegen Juden im „Völkischen Beobachter“ von 1923:

 

Mario Kunasek nützt einen Wunsch (keine Forderung)  Ümit Vurals, des Präsidenten der islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ), um einen Sturm des Hasses gegen Menschen einer Glaubensgemeinschaft à la 1938 zu entfachen.
Vural argumentiert seinen Wunsch nach einer größeren Moschee in jedem Bundesland ohne zwingendem Minarett folgendermaßen: „Wenn man eine Religionsgemeinschaft in einem Bundesland besucht, gibt es eine eigene Kirche oder Synagoge. Es spricht ja nichts dagegen, dass wir auch eine eigene Moschee haben. Statt zwei kleinere Moscheen in unmittelbarere Nähe zu errichten, wünsche er sich „dass man zusammen eine würdigere größere Moschee aufbaut„. Zur Moschee ohne zwingendem Minarett: „Man kann das modern und für die Öffentlichkeit vereinbar gestalten.

Dass die FPÖ natürlich ohne den Wunsch Ümit Vurals unverfälscht zu zitieren, hyperventiliert, ihre WählerInnen verhetzt und aufstachelt, war zu erwarten.
Hier nun ein kleiner Auszug der teilweise seit 9 Stunden ungelöschten Kommentare bei Mario Kunasek.
(Wie immer nahezu alle unter Klarnamen):

 

 

 

Erhalten Flüchtlinge 77 EUR / Tag? NEIN!

Im November 2016 als einzige Partei gegen die Erhöhung der Weihnachtsbeihilfe stimmen und dann die politischen Gegner eben dessen beschuldigen. So kennen und lieben wir die FPÖ. Noch dazu schürt Mario Kunasek schamlos Neid bei einkommensschwachen Österreichern gegen Kinder und Jugendliche, die in den allermeisten Fällen nur mit ein paar Kleidern am Leib und ohne Eltern in dieses Land kommen, aus Krieg und Verfolgung fliehend. Da muss man einfach neidisch sein.

http://derstandard.at/2000020158127/Unbegleitete-minderjaehrige-Fluechtlinge-User-fragen-eine-Expertin-antwortet

https://www.facebook.com/fpoefails/photos/a.542758875827608.1073741829.535326966570799/603342056435956/?type=3&hc_location=ufi

http://www.graz.at/cms/beitrag/10277751/4

 

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Flüchtlinge bekommen nach 6 Jahren automatisch Staatsbürger? FAIL!

Mario Kunasek behauptet, „Asylanten“ würden nach 6 Jahren AUTOMATISCH die österreichische Staatsbürgerschaft erhalten. Das ist nachweislich FALSCH!
Zwar haben Asylberechtigte nach 6 Jahren einen Rechtsanspruch, müssen aber trotzdem die „Allgemeinen Einbürgerungsvoraussetzungen“ erfüllen. Diese wären zB:

– min. 10-jähriger rechtmäßiger Aufenthalt in Österreich
– Unbescholtenheit
– gesicherter Lebensunterhalt
– Deutschkenntnisse
– bestandener Einbürgerungstest
uvm.

Hier kann auch Herr Kunasek die wirklichen Voraussetzungen für eine Einbürgerung nachlesen: https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/26/Seite.260421.html