Das Allerletzte! FPÖ GR Berndorfer hetzt mit Foto eines toten Babys.

Ende Juni 2018 kenterte ein Flüchtlingsboot mit rund 120 Flüchtlingen 6 Kilometer vor der libyschen Küste. Nur 14 Überlebende konnte die libysche Küstenwache retten, für 3 Babys kam jede Hilfe zu spät – sie konnten nur noch tot geborgen werden.

Der Guntramsdorfer FPÖ-Gemeinderat Stefan Berndorfer teilt daraufhin ein Posting von einem deutschen Antisemiten und Verschwörungstheoretiker mit den Spezialgebieten Chemtrails, NWO, Bilderberger, Jüdische Weltverschwörung etc.

Mit „Unfassbar, #lügenpresse, #fakenews“ kommentiert Berndorfer das Posting, in dem die zwei Männer, die eines der 3 ertrunkenen Babys bergen, in einem Bild dilettantisch in eine Studioszenerie montiert wurden, um zu suggerieren, das alles wäre nur inszeniert.

Hier sieht man die Bergung der toten Babys, bei denen schon die Leichenstarre eingesetzt hatte – Kommentare beim Originalposting behaupteten, es wären nur Puppen:

In einem weiteren Bild wird die Echtheit der Fotos sogar aufgrund der Hautfarbe des Babys hinterfragt.
In den Kommentaren des Originalpostings eskaliert es dementsprechend, ein User fordert sogar:


Diese Tragödie fand leider tatsächlich statt und wurde auch vom AFP-Fotografen Mahmud Turkia dokumentiert [LINK].
Auch Mimikama nahm sich dieser Sache an, die scheinbar ihren Ausgang in Italien nahm:
https://www.mimikama.at/allgemein/foto-bootsunglueck/

Was zur Hölle!

Fragen wir uns, treibt FPÖ Funktionäre wie in diesem Fall Stefan Berndorfer dazu, sogar ertrunkene Babys für ihre rassistische und niederträchtige anti-Flüchtlingshetze zu missbrauchen? Und wie muss man eigentlich drauf sein, sogar für jeden aufmerksamen Menschen klar ersichtliche Fake News als Quelle heranzuziehen, um Medien und Flüchtlingshelfer zu diskreditieren?
Und dann noch von einem Antisemiten und Verschwörungstheoretiker wie Thomas Wolf teilen, auf dessen Profil kein normaler Mensch kommen würde?

Straches und Wochenblicks Fake-News zum Thema „150-Euro-Challenge“

So spielt man die Ärmsten unserer Gesellschaft gegeneinander aus:
 
Heinz-Christian Strache teilt die FPÖ „Fake-News-Schleuder“ Wochenblick* und kommentiert wie „Journalist“ Philipp Fehrerberger, die bösen „Mainstream-Medien“ würden die „Sozial“ministerin Beate Hartinger-Klein mit ihrem 150 Euro Sager verkürzt und falsch zitieren.

* So nennt der Wochenblick Medien, die korrekt über den 150-Euro-Sager der FPÖ-Sozialministerin berichten.

 

FAIL!

 
Die beiden Herren von ganz Rechts außen beschreiben die Grundversorgung, die Flüchtlinge bis zum Abschluss ihres Asylverfahrens erhalten. Die 150 Euro sind allerdings nur das Maximum.
Im Interview bei „Fellner Live“ geht es ausschließlich um die neue Mindestsicherung ab 1. Jänner 2019, die auch Flüchtlinge allerdings erst nach einem positiven Abschluss ihres Asylverfahrens erhalten, vorausgesetzt, sie beantragen sie überhaupt.
Von „neu nach Österreich Gekommenen“ kann bei einer Verfahrensdauer von bis zu 3 Jahren wohl keine Rede sein.
 
Hier das Transkript der relevanten Passage ab 38:45:
 
Fellner: Die Leute, die lange gearbeitet haben, kriegen nach wie vor eine volle Mindestsicherung – diejenigen, die neu nach Österreich kommen, kriegen eine sehr amputierte Mindestsicherung, wo eigentlich bargeldmäßig kaum was übrigbleiben wird, wenn ich das richtig verstanden hab.
Hartinger-Klein: Also zum Leben, ja. Man wird leben können, aber unser Ziel ist es…
Fellner [unterbricht]: Wenn man von 150 Euro leben kann, dann ja.
Hartinger-Klein: Ja, wenn man die Wohnung auch noch bekommt, dann sicher.
 
Video bei oe24.at:
 
Artikel im Wochenblick:

FPÖ-Giezinger: „Diese Kongoaffen sind keine Weltmeister“

Während Kroatien von vielen FPÖ Politikern (zB von GR Andreas Hruschka – Bezirk Gänserndorf) wegen einer angeblichen Spende gefeiert wird, werden Spieler der französischen Mannschaft übelst rassistisch beschimpft. Andreas Giezinger, der hier besonders ausfallend wurde, ist etwa Mitglied der FPÖ-Ortsparteileitung in Bruck (Bezirk Zell am See).

Wahr ist, dass die kroatische Mannschaft sämtliche Spendengerüchte dementiert [1], jedoch ein Spieler der französischen Mannschaft sein Preisgeld (fast EUR 500.000) an kranke Kinder tatsächlich gespendet hat [2]. Herr Giezinger nennt ihn „Kongoaffen“, in einem anderen Posting „Bimbo“ – er sollte sich schämen.

[1] http://www.fr.de/sport/fussball-wm-2018/fussball-wm-falschmeldung-ueber-kroatische-wm-spenden-a-1547352

[2] https://www.nachrichten.at/sport/fussball/wm2018/Final-Torschuetze-Kylian-Mbappe-spendet-seine-WM-Praemie;art206986,2954592

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Gudenus hetzt mit Fake News der Kronen Zeitung gegen SWV

„Interessen der Österreicher werden verraten und verkauft:
SPÖ-Wirtschaft bietet Kurse für Meisterprüfung in türkischer Sprache an“

(Johann Gudenus am 2.7.2018 um 12:26 auf Facebook)

Wahr oder nur wieder „stichhaltige Gerüchte“?

Gudenus gibt noch im Kommentar an, dass diese Information von der Kronen Zeitung stammt. Im Bild, das dann natürlich von diversen Ortsgruppen geteilt werden soll, steht freilich nichts mehr von einer Quelle. Für den FPÖ Wähler ist es spätestens dadurch zum Fakt geworden.

In dem von der Krone eindeutig nicht nachrecherchierten Artikel wird ein Friseurgeselle, dessen Namen die Krone durchgehend falsch schreibt, zitiert, er habe an einem 20-stündigen Kompaktseminar des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbands Wien (SWV) teilnehmen wollen, wurde aber abgelehnt, weil der Vortragende den Kurs nur in Türkisch hielt.

1. Juli 2018 06:00
Erschien der Artikel der Kronen Zeitung online
1. Juli 2018 09:19
Erschien der Artikel der Kronen Zeitung auf Twitter

Gudenus hatte natürlich ebenso wie die Kronen Zeitung die Richtigkeit dieser Behauptung nicht überprüft. Wozu auch? Für einen geübten Hetzer wie Gudenus sind alle Informationen und Trigger enthalten, um seine Wähler zu verhetzen und die Geschichte von ihnen im Netz und auf den Stammtischen teilen zu lassen. Er kann sich auch sicher sein, dass keiner seiner Wähler die Geschichte hinterfragen wird.

Die Wahrheit

Bereits am 1. Juli 2018 15:39 veröffentlichte der SWV eine Richtigstellung via OTS

Am 1. Juli 2018 18:22 veröffentlicht der SWV Simmering ein Video der Veranstaltung auf Facebook, in dem zu sehen und zu hören ist, dass der Kurs in Deutsch abgehalten wurde.
Türkisch hätte auch nicht viel Sinn gemacht, da einige Kursteilnehmer Syrer waren.

Am 2. Juli 2018 10:58 veröffentlicht der SWV Simmering einen Foto der aktuellen Printausgabe der Kronen Zeitung, in der plötzlich zurückgerudert wird. Allerdings so geschrieben, dass es so aussieht, als ob sich niemand beim SWV erklären könnte, wie die „Falschinformationen“ an das Ohr des Friseurgesellen geraten sind.

In der Onlineversion des Krone Artikels und dem zugehörigen Link auf Twitter wurde bis dato nichts richtiggestellt (Stand 5. Juli 2018 18:37)
UPDATE: Am 6. Juli war der Online-Artikel plötzlich verschwunden. Kommentarlos.

Zwischenstand

Johann Gudenus hatte also die Unwahrheit fast 1 Tag nach der Richtigstellung des SWV via OTS und dem Gegenbeweisvideo des SWV Simmering verbreitet.
Auch der Hinweis eines Users auf seiner Facebookseite auf die OTS blieb ohne Reaktion.

Ebenso wurde diese Fake Story am 2. Juli 2018 18:25 von den Freiheitlichen Arbeitnehmern (FA) auf Facebook gepostet. Hier sogar ohne jeglicher Quellenangabe.

Wie zu erwarten, ist der von der Kronen Zeitung noch immer falsch geschriebene Friseurgeselle der FPÖ nicht gerade abgeneigt, gefällt ihm doch HC Strache und Mario Kunasek, freut sich über die Abschaffung des Binnen-I beim Bundesheer („Super, ist richtig so!“) und meint zum Abgang des Wiener Bürgermeisters Michel Häupl „Wien ist frei, zeit wurde es„.

Es kommt noch schlimmer

Von den erwartungsgemäß stupiden Kommentaren bei Gudenus und FA wie „Islamisierung“ und „wer zahlt das wieder?“ abgesehen, im Artikel steht sogar, dass der Kurs 250 Euro kostet und von den Teilnehmern bezahlt werden muss, teilen diese Geschichte selbstverständlich keine seriösen Medien.

Geteilt wird sie aber vom BZÖ auf Facebook – wir staunten auch, die gibt es tatsächlich noch. Weiters vom rechtsextremen und schwer antisemitischen „Schlüsselkindblog„, den wir schon einmal im Rahmen unserer Recherche über den Leiter der EGS, Wolfgang Preiszler, beleuchtet hatten.

 

„1900000 Parasiten/Invasoren – Umvolkungspolitik – Balkan-Tschuschen“ bei unzensuriert.at

Und zu guter Letzt stürzte sich das FPÖ „nahe“ Hetzmedium „unzensuriert.at“ erwartungsgemäß auf die Geschichte, nicht ohne den „Skandal“ zu wittern, „Sowohl der Vortragende als auch Funktionärin Gülten Karagöz haben türkische Wurzeln.“ (sic!)
Die Kommentare fallen im unzensuriert-üblichen Jargon aus:


 

Update 9.7.2018:

Die Freiheitlichen Arbeitnehmer Oberösterreich hatten am 5. Juli 2018 eine Richtigstellung veröffentlicht. Johann Gudenus hatte dies trotz zahlreicher Hinweise (siehe unten), dass er eine Lüge der Kronen Zeitung teilt und sie als Wahrheit präsentiert, bis zum 9.7.2018 NICHT getan.

Update 10.7.2018:

Nach unserem veröffentlichten Update vom 9.7.2018 hat Johann Gudenus seine Hetze still und heimlich gelöscht.
Ohne Richtigstellung, versteht sich.

 

Die Hinweise auf die Falschmeldung:

 

Johann Gudenus und „Heute“ hetzen mit Flüchtling, der keiner ist!

Johann Gudenus:
„Flüchtling“ vergewaltigt 91-jährige Frau in Deutschland.

Titelt Johann Gudenus am 22.Juni 2018 um 22:48 auf Facebook.

Mittlerweile 39 Stunden später sieht das Posting mit dem verlinkten Artikel des Gratis-Blättchens „Heute“ immer noch so aus.

Nur, die Geschichte stimmt so nicht

Bereits am 21. Juni 2018 um 13:22, also fast 1 Tag früher, steht auf RTL.de zu lesen, dass die Polizei NICHT von einem Flüchtling als Täter ausgeht. Und das, obwohl RTL schon mal unschuldige Menschen aufgrund ihrer „Recherchen“ als Pädosexuelle vorführt.

3 Stunden später berichtet der „Stern“ darüber. Kein Wort von einem Flüchtling, die Täterbeschreibung „der Mann soll gut Deutsch gesprochen haben“ deutet auch nicht gerade darauf hin.

Kein Flüchtling

Die gemeinsame Pressemeldung der Staatsanwaltschaft in Limburg und der Polizeidirektion Lahn-Dill bestätigt bezugnehmend auf die Pressemeldung vom 20. Juni 2018, dass es sich nicht um einen Flüchtling handelt, sondern um einen türkischstämmigen Deutschen.

Spätes Update von „Heute“

„Heute“ braucht fast einen Tag, um die Geschichte richtigzustellen.
Dies geschieht allerdings nicht in einer gleich großen Aufmachung wie die reißerische Flüchtlings-Story, es wird einfach nur die Headline geändert und erst ganz unten im Artikel ein „Update“ hinzugefügt.

In der Verlinkung auf der Facebookseite von Johann Gudenus steht allerdings immer noch zu lesen: „90-jährige Oma von Flüchtling vergewaltigt“ (Stand: 24. Juni 2018 14:18)

Warum?

Warum schreibt „Heute“ unter Missachtung jeglicher journalistischer Sorgfaltspflicht, bezugnehmend auf die Polizeimeldung, etwas von einem Flüchtling, obwohl in der Polizeimeldung nichts davon zu finden ist?

Keine Richtigstellung von Gudenus

Warum postet Johann Gudenus „zufällig“ gerade diesen falschen, hetzerischen Artikel und reagiert auf Hinweise von Kommentatoren, der Artikel wäre falsch, bis jetzt nicht?
(Stand: 24. Juni 2018 14:18)

 

 

Strache privat: Anti-Islamhetze am „Tag des Herrn“ von „interessanter“ Quelle

Sonntag, 17. Juni 2018
Eigentlich sollte sich Heinz-Christian Strache, der Verteidiger unseres „christlichen Abendlandes“, am „Tag des Herrn“, wie der Sonntag bei den Christen genannt wird, seiner Familie widmen.
Weit gefehlt! Schreibt er doch auf seinem Privatprofil verzweifelt gegen die Kritiker des 12-Stunden-Tages selbst aus den eigenen Reihen an…

… oder er widmet sich dem eigentlichen Kerngeschäft der FPÖ: der Hetze.

Im gegenständlichen Fall teilt er einen Beitrag über den Vorfall in Moskau vom 16. Juni 2018, bei dem ein Taxifahrer in der Nähe des Roten Platzes in eine Gruppe Menschen am Gehsteig fuhr und dabei 8 Menschen verletzte.

Was wir wissen

Laut offiziellen Behördenaussagen soll es sich um KEINEN terroristischen Anschlag handeln, der Fahrer mit kirgisischem Führerscheins gab an, nachdem er 2 Tage durchgehend Fußballfans durch die Stadt gefahren hatte, am Steuer eingeschlafen und dadurch möglicherweise auf das Gaspedal gerutscht zu sein.
Alles andere ist pure Spekulation

Was Hetzer „wissen“

Strache, der diesen Artikel von User „Bor Bra“ mit „Netzfund!“ kommentiert, weiß genau, was er tut. „Netzfund!“ oder „Zur Info!“ nebst einfachen Triggerwörtern wie „Islam“ oder „Asylanten“ reichen längst aus, um den Hass seiner Wähler zu befeuern und von den politischen Fehltritten und Umfallern der FPÖ abzulenken.
Im Kommentar des Originalpostings meint „Bor Bra“ „ISLAMISTISCHER ANSCHLAG AUF WM!?“ – man beachte das Rufzeichen vor dem Fragezeichen. Danach „UNFALL“ unter Anführungszeichen.
Dass Straches Posting an einem Sonntag bisher 128 Personen gefällt, wundert ebenso wenig, wie die Kommentare, die zum „Lünchen“ (sic!) aufrufen.
Unter den Likes: Markus Gudenus oder der Hetzer Leo Gabriel Kohlbauer, dem wir schon den „Blockwart in Blau“ widmeten und über den gerade ein weiterer Artikel in Arbeit ist.

Was wir wissen wollen

Was wir wissen wollen, wäre zum Beispiel, warum Heinz-Christian Strache auf seinem Privatprofil von einem AfD-Fan wie „Bor Bra“ alias Boris Brakebusch teilt, denn Brakebusch gefällt auch folgendes:

Das Foto, das „Bor Bra“ gefällt, bedarf keiner weiteren Erklärung, das Posting des AfD-Politikers Gottfried Curio würde in Österreich unter § 188 StGB  und ev. auch § 283 StGB fallen.

Schönen Sonntag!