NS-Rhetorik der FPÖ: Früher Juden – heute Flüchtlinge

Die antisemitische NS-Rhetorik der FPÖ:

Früher Juden – heute Flüchtlinge

Die Bezirksobfrau der FPÖ Nassereith/Tirol Marion Senger van Rens, postet in der öffentlichen Facebook-Gruppe „FPÖ“, die von FPÖ FunktionärInnen administriert wird, einen Artikel aus dem Gratisblatt „Heute“, in dem es um die Pläne des ehemaligen Wehrsportlers und nun Vizekanzlers HC Strache geht, Flüchtlinge in Kasernen unterzubringen und über sie pauschal ein nächtliches Ausgangsverbot zu verhängen.
Sofort fühlen sich FPÖ-Wähler bemüßigt, ihre Menschenverachtung zur Schau zu stellen, die sie für Flüchtlinge empfinden und alles wogegen sie von ihrer Partei verhetzt wurden.

 

 

Hier widmen wir uns nicht den üblichen Todeswünschen, die wir vorhin zu diesem Thema behandelten. Diesmal geht es um Bezeichnungen wie
Ungeziefer
Kakerlaken
Läuse
Rasse
die früher von Antisemiten und später auch von den Nazis angewandt wurden, um den politischen Gegner und Juden als Ungeziefer zu degradieren. Diese Biologismen sind ganz typisch für die Sprache des Antisemitismus und eine typische NS-Denkfigur.
Insbesondere die Juden wurden rhetorisch dämonisiert, gleichzeitig moralisch entwertet und durch einen bestimmten Sprachgebrauch – zum Beispiel durch Tiervergleiche – entmenschlicht. Schimpfwörter wie „Parasit“, „Wanze“, „Spulwurm“ und „Ungeziefer“ sollten bewirken, dass die Empathie mit ihnen verloren ging und sich beim Hörer kein Mitgefühl mit den Angegriffenen einstellte.

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Paul de Lagarde, ein Vertreter des damals „modernen Antisemitismus“ schrieb 1887:

„…die, die diesen Juden das Wort reden, oder die zu feige sind, dies wuchernde Ungeziefer zu vertreten. Mit Trichinen und Bacillen wird nicht verhandelt, Trichinen und Bacillen werden auch nicht erzogen, sie werden so schnell wie möglich vernichtet.“
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Adolf Hitler schrieb später in „Mein Kampf“:

„Der Jude ist und bleibt der typische Parasit, ein Schmarotzer, der wie ein schädlicher Bazillus sich immer mehr ausbreitet, sowie nur ein günstiger Nährboden dazu einlädt.“
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Jörg Haider gab Ähnliches von sich:

„Nicht die Freiheitlichen sind die Schädlinge der Demokratie. Wir sind das Schädlingsbekämpfungsmittel. Bei uns regieren die Rothäute und die Schwarzen – und nicht wie üblich, dass sie in den Reservaten leben.“
(Die Presse, 22. November 1989)
„Jeder Asylant holt sofort seine Familie nach und lässt sie gesundheitlich sanieren. Auf Kosten der tüchtigen und fleißigen Österreicher.“
(Kleine Zeitung Graz, 12. Januar 1998)
„Jeder Buschneger hat in Zukunft die Möglichkeit, seine Kollegen in Österreich zu behandeln.“
(über das neue Ärztegesetz, Der Standard, 13. Oktober 1998)
„Jetzt wird in der Schule endlich mal Ordnung gemacht. Parasitäre Elemente müssen zur Kenntnis nehmen, dass der Fasching vorbei ist.“
(über die Lehrer, Der Standard, 28. Juni 2000)
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Ein makaberes Detail am Rande:
Die NS-Schergen schickten die Juden unter dem Vorwand der Entlausung in die Gaskammern der Konzentrationslager, um sie mit dem Giftgas Zyklon B zu ermorden, das in den zwanziger Jahren eigentlich für Schädlingsbekämpfung entwickelt worden war.
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Auf die Kontakte von Marion Senger van Rens und anderen FPÖ Politikern zur Rechtsextremen/Neonaziszene der AfP gehen wir demnächst näher ein.

Die Wiener Öffis

Das soll wohl ein Scherzchen von Strache sein?

So eine günstige gut ausgebaute öffentliche Fortbewegung wie in Wien gibt es kein zweites Mal!

Hier eine aktuelle Übersicht:
Einzelticket ab 1.1.18: Wien € 2,40

2017:
Wien: € 2,20
Salzburg: € 2,60
Innsbruck, Graz: € 2,30

München: € 2,90
Berlin: € 2,80 – € 3,40
Zürich: ab € 2,70 aufwärts

Wien 2017 -> 2018:
Die Preise für die 365-Euro-Jahreskarte, das Top-Jugendticket und Jugendticket für SchülerInnen und Lehrlinge sowie der Preis für die Semestertickets für Studierende bei Online-Kauf bleiben gleich.

Die Jahreskarte ist immer noch günstiger als sie es 2002 war!

Wir plädieren für die Nutzung der Öffis, unseren Kinder und auch uns zuliebe!

FPÖ GR Alfred Gleitsmann: Doppelfail!

Diesmal ein heftiges #DOPPELFAIL von Alfred Gleitsmann, FPÖ GR in Eichgraben.
sprit und migranten
 

Fail No. 1:

Gleitsmann postet eine Fotomontage vom rechtsextremen Blog „halle-leaks.de“, der dem deutschen Grünen-Politiker Anton Hofreiter die Worte „Benzin müsste mind. 6-7 Euro kosten“ in den Mund legt.
Man muss nicht wahnsinnig intelligent sein, um sofort einen Fake dahinter zu vermuten.
Mimikama klärt auf:
 

Fail No. 2:

Gleitsmann postet einen Link zur islamfeindlichen FB-Seite „Anti islamische Allianz Abendland AiAA„, die auf ein Video des kärntner LAbg. Martin Rutter auf dem Videokanal „tv.k-networld.de“ verlinkt. Das nächste Video auf diesem Kanal nennt sich übrigens „Rheinwiesenlager: Der geplante Tod (der verschwiegene Holocaust)“.
Martin Rutter, stolzer Redner beim letzten Ulrichsbergtreffen referiert in dem Video über einen Plan der EU, 70 Millionen Migranten in den nächsten Jahren anzusiedeln.
 
Was steckt dahinter?
Die Zahl 70 Millionen findet sich lediglich in einer Aussage des EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos, der 2015 meinte, „aufgrund der demografischen Tendenz des Kontinents, würden in den nächsten zwei Jahrzehnten mehr als 70 Millionen Migranten nötig sein.“
 
Pläne dazu existieren nicht, auch in der beim Video verlinkten Studie der UN findet sich dazu nichts.
 
Das Video wird folgendermaßen kommentiert:
„Damit ist bewiesen, diese Migration ist geplant, es geht nicht um „Flüchtlinge“, es geht um einen von der EU geplanten „Volksaustausch“!!!“
 
HC Strache hatte den Artikel der SN bereits 2016 vom Linzer Rechtsextremen Florian Machl (FMpolitics) mit den Worten „Tauschen wir daher diese Politiker aus, bevor diese unsere Bevölkerung ausgetauscht haben.“ geteilt.
Bevölkerungsaustausch_70 mio migranten_FMpolitics 18.4.2016
Machl selbst kommentierte dies mit „Das ist der wahre Plan hinter den „Flüchtlingsmassen„“.
FMpolitics 70 millionen migranten_18.4.2016

HC Strache: Kurz geht politisch über Leichen

Kurz geht politisch über Leichen – sogar innerparteilich. Das ist ein Alarmsignal für seine menschlichen Qualitäten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Österreicherinnen und Österreicher solch eine skrupellose und unehrliche Person wollen!

HC Strache, Facebook am 11.Mai 2017

Dass HC Strache in jüngster Vergangenheit auf  seinen Koalitionspartner Sebastian Kurz nicht allzu gut zu sprechen war, ist verständlich.
Kurz war immerhin so klug, das Erfolgskonzept der konzeptlosen FPÖ zu kopieren und mit Anti-Flüchtlings u. Anti-Islam Themen als erfolgreichste Partei aus der NR Wahl 2017 hervorzugehen und mit der Regierungsbildung betraut zu werden.
HC Strache peitschte währenddessen sein Wahlvolk auf Facebook gegen Kurz ein und warf ihm unter Anderem vor, als Integrationsminister versagt zu haben, seine Themen zu kopieren und auch politisch über Leichen zu gehen.
Angesichts des von Strache durchgesetzten Stopps des Rauchverbots in der Gastronomie, bekommt „über Leichen gehen“ allerdings eine neue Bedeutung.
„Copy Basti“ war ab sofort die gebräuchlichste Bezeichnung – die sonstigen im FPÖ-Milieu üblichen Beschimpfungen in den Kommentaren zu Sebastian Kurz ersparen wir Ihnen hier.

Lesen Sie hier einen Auszug aus HC Straches Aussagen über seinen Koalitionspartner auf Facebook: