Wer hat Angst vor ELGA?

Vor einigen Jahren warnte die FPÖ vorm „gläsernen Menschen“ aufgrund der Einführung von ELGA. Jetzt könnte sich die Befürchtung bewahrheiten, hat es doch ebenjene FPÖ vorgestern ermöglicht, dass Forschungseinrichtungen und Pharmakonzerne zukünftig auf die Daten der elektronischen Gesundheitsakte zugreifen können.

https://derstandard.at/2000078086993/Trotz-Kritik-Gelockerte-Regeln-fuer-Elga-und-Registerdaten-passierten-Ausschuss

Parteifreie Schule

Schade, dass die Plattform www.parteifreie-schule.at bereits seit vielen Monaten „aufgrund von Wartungsarbeiten außer Betrieb“ ist. Wir hätten da nämlich etwas zum Melden 😉

https://www.msn.com/de-at/nachrichten/politik/kurz-und-strache-in-grazer-schule-erstattet-bund-anzeige/ar-AAvFyWe?ocid=spartanntp

Mord- u. Gewaltphantasien seit einer Woche ungelöscht bei Heinz-Christian Strache

 

Ein 26-jähriger Afghane packte einen Polizisten durch das offene Fenster seines Dienstwagens und wollte ihn offenbar herauszerren. Gerangel, Pfefferspray, der Angreifer konnte vom Polizisten alleine überwältigt und in Handschellen gelegt werden.
Täter leicht verletzt, Polizist unverletzt, es wurden keine Waffen gefunden. Ende.

Sehr viel kürzer kann man diesen Vorfall vor dem Parlament nicht beschreiben.

Straches Wahlvolk fordert hingegen die Erschießung des 26-Jährigen, ihn ohne Fallschirm aus dem Fenster zu werfen, Arbeitslager und „mehr Freiheiten für Polizisten“ für diese „Affen“.

Mittlerweile stehen diese Kommentare 6-7 Tage ungelöscht und unkommentiert auf des Vizekanzlers Privatprofil.

 

Straches „Wanzen“, Presse-Verleumdung und sein NS-Sprech

„Lügen“ hat Herr Strache die SPÖ und die „unseriösen Systemmedien“ (ein Ausdruck aus dem Nationalsozialismus) bezichtigt, als diese schon vor über einem Monat den Verdacht äußerten, es könnte gar keine Wanzen in des Vizekanzlers Büro gegeben haben. Nun ist es offiziell und vom BVT bestätigt: Die Kabel waren Leitungen zur Übertragung von Parlamentssitzungen. Fall geschlossen. Der Vizekanzler schweigt.

Eigentlich wäre nun eine weitere Entschuldigung fällig. Verleumdung ist kein Kavaliersdelikt, Herr Strache!

https://www.falter.at/archiv/wp/des-vizekanzlers-wanzenakt

https://www.sn.at/politik/innenpolitik/wanze-in-straches-buero-eine-abhoeraffaere-die-keine-war-25638805

Strache belügt Armin Wolf in seiner Entschuldigung!

ORF-Moderator Armin Wolf hatte Vizekanzler Strache wegen seines Facebook-Postings über angebliche „Lügen“ im ORF und auf seiner Facebook-Seite wegen Kreditschädigung, Ehrenbeleidigung und übler Nachrede geklagt.

Am 13.3.2018 hatte sich Armin Wolf nach einem von ihm abgelehnten Vergleichsangebot des Strache-Anwalts Michael Rami mit Heinz-Christian Strache allerdings auf folgenden außergerichtlichen Vergleich geeinigt:

„Strache verpflichtet sich, diese – oder sinngleiche – Behauptungen zu unterlassen. Außerdem veröffentlicht er den nachstehenden Text zehn Tage lang auf seiner Facebook-Seite (oben fixiert) und einmalig auch als Inserat
auf Seite 3 der KRONENZEITUNG.“,
so Armin Wolf in seinem Blog.

 

_Entschuldigung solo Strache 13.3.2018 20h45_M
Gepostet am 13.3.2018 um 20:45

 

Und hier überführen wir Vizekanzler Heinz-Christian Strache eindeutig der Lüge.

Die Frage ist allerdings:

Hat Strache, der angibt, Armin Wolf „stets als korrekten und professionellen Journalisten erlebt zu haben
a) seine Wähler über die Jahre belogen, oder
b) belügt er hier Armin Wolf?

 

 

NS-Rhetorik der FPÖ: Früher Juden – heute Flüchtlinge

Die antisemitische NS-Rhetorik der FPÖ:

Früher Juden – heute Flüchtlinge

Die Bezirksobfrau der FPÖ Nassereith/Tirol Marion Senger van Rens, postet in der öffentlichen Facebook-Gruppe „FPÖ“, die von FPÖ FunktionärInnen administriert wird, einen Artikel aus dem Gratisblatt „Heute“, in dem es um die Pläne des ehemaligen Wehrsportlers und nun Vizekanzlers HC Strache geht, Flüchtlinge in Kasernen unterzubringen und über sie pauschal ein nächtliches Ausgangsverbot zu verhängen.
Sofort fühlen sich FPÖ-Wähler bemüßigt, ihre Menschenverachtung zur Schau zu stellen, die sie für Flüchtlinge empfinden und alles wogegen sie von ihrer Partei verhetzt wurden.

 

 

Hier widmen wir uns nicht den üblichen Todeswünschen, die wir vorhin zu diesem Thema behandelten. Diesmal geht es um Bezeichnungen wie
Ungeziefer
Kakerlaken
Läuse
Rasse
die früher von Antisemiten und später auch von den Nazis angewandt wurden, um den politischen Gegner und Juden als Ungeziefer zu degradieren. Diese Biologismen sind ganz typisch für die Sprache des Antisemitismus und eine typische NS-Denkfigur.
Insbesondere die Juden wurden rhetorisch dämonisiert, gleichzeitig moralisch entwertet und durch einen bestimmten Sprachgebrauch – zum Beispiel durch Tiervergleiche – entmenschlicht. Schimpfwörter wie „Parasit“, „Wanze“, „Spulwurm“ und „Ungeziefer“ sollten bewirken, dass die Empathie mit ihnen verloren ging und sich beim Hörer kein Mitgefühl mit den Angegriffenen einstellte.

 .

Paul de Lagarde, ein Vertreter des damals „modernen Antisemitismus“ schrieb 1887:

„…die, die diesen Juden das Wort reden, oder die zu feige sind, dies wuchernde Ungeziefer zu vertreten. Mit Trichinen und Bacillen wird nicht verhandelt, Trichinen und Bacillen werden auch nicht erzogen, sie werden so schnell wie möglich vernichtet.“
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Adolf Hitler schrieb später in „Mein Kampf“:

„Der Jude ist und bleibt der typische Parasit, ein Schmarotzer, der wie ein schädlicher Bazillus sich immer mehr ausbreitet, sowie nur ein günstiger Nährboden dazu einlädt.“
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Jörg Haider gab Ähnliches von sich:

„Nicht die Freiheitlichen sind die Schädlinge der Demokratie. Wir sind das Schädlingsbekämpfungsmittel. Bei uns regieren die Rothäute und die Schwarzen – und nicht wie üblich, dass sie in den Reservaten leben.“
(Die Presse, 22. November 1989)
„Jeder Asylant holt sofort seine Familie nach und lässt sie gesundheitlich sanieren. Auf Kosten der tüchtigen und fleißigen Österreicher.“
(Kleine Zeitung Graz, 12. Januar 1998)
„Jeder Buschneger hat in Zukunft die Möglichkeit, seine Kollegen in Österreich zu behandeln.“
(über das neue Ärztegesetz, Der Standard, 13. Oktober 1998)
„Jetzt wird in der Schule endlich mal Ordnung gemacht. Parasitäre Elemente müssen zur Kenntnis nehmen, dass der Fasching vorbei ist.“
(über die Lehrer, Der Standard, 28. Juni 2000)
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Ein makaberes Detail am Rande:
Die NS-Schergen schickten die Juden unter dem Vorwand der Entlausung in die Gaskammern der Konzentrationslager, um sie mit dem Giftgas Zyklon B zu ermorden, das in den zwanziger Jahren eigentlich für Schädlingsbekämpfung entwickelt worden war.
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Auf die Kontakte von Marion Senger van Rens und anderen FPÖ Politikern zur Rechtsextremen/Neonaziszene der AfP gehen wir demnächst näher ein.

Die Wiener Öffis

Das soll wohl ein Scherzchen von Strache sein?

So eine günstige gut ausgebaute öffentliche Fortbewegung wie in Wien gibt es kein zweites Mal!

Hier eine aktuelle Übersicht:
Einzelticket ab 1.1.18: Wien € 2,40

2017:
Wien: € 2,20
Salzburg: € 2,60
Innsbruck, Graz: € 2,30

München: € 2,90
Berlin: € 2,80 – € 3,40
Zürich: ab € 2,70 aufwärts

Wien 2017 -> 2018:
Die Preise für die 365-Euro-Jahreskarte, das Top-Jugendticket und Jugendticket für SchülerInnen und Lehrlinge sowie der Preis für die Semestertickets für Studierende bei Online-Kauf bleiben gleich.

Die Jahreskarte ist immer noch günstiger als sie es 2002 war!

Wir plädieren für die Nutzung der Öffis, unseren Kinder und auch uns zuliebe!