Gudenus Beziehungen zu Tschtschenien

Johann Gudenus ist scheinbar sein eigenes Archiv, wenn er in erbärmlichem Deutsch gegen Tschetschenen in Österreich hetzt:

„fast jeder männliche Tschetschene läuft mit einem Messer herum. Und er setzt dieses auch völlig skrupellos ein.“,
hetzte er schon 2011 in einer OTS [1], um sich dann 2012 gemeinsam mit Johannes Hübner, dem außenpolitischen Sprecher der FPÖ im Nationalrat, heimlich auf Kuscheltour zum mehr als umstrittenen Präsidenten Tschetscheniens, Ramsan Kadyrow, zu machen. [2]
Ob die Vorortbeobachtungen über den Bewaffnungsgrad „so gut wie jedes tschetschenischen Mannes“ als Entlastungsbeweis bei einem Verfahren wegen § 283 ausreichen würden?

[1] http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110805_OTS0123/fp-gudenus-tschetschenen-sind-gefaehrlich
[2] http://derstandard.at/1328507166001/Geheime-Mission-am-Kaukasus-FPOe-Delegation-besucht-tschetschenischen-Praesidenten-Kadyrow

Studie vs. These

Nein! Es handelt sich um keine STUDIE, sondern um eine THESE! (diesen Unterschied müssen wir Gudenus wohl hoffentlich nicht erklären).
Studien macht Ruud Koopsmans tatsächlich, für welche er auch wegen dürftiger Quellen kritisiert wird.

Speziell „The Washington Post“ kritisiert eine seiner Studien zurecht als mangelhaft und meint weiter: diese diene extremen Politikern wie Geert Wilders als Verifikation.
https://www.washingtonpost.com/news/monkey-cage/wp/2013/12/13/how-widespread-is-islamic-fundamentalism-in-western-europe/?utm_term=.7f4360388e51

Auch die Fachschaft für Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität kritisiert den Professor Ruud Koopmans für rassistische Verallgemeinerungen:
„In einer Stellungnahme kritisiert die Fachschaft für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität (HU) den Professor Ruud Koopmans für „wissenschaftlich höchst fragwürdige Ergebnisse“. Diese nutze er, „um Stimmung gegen Personen muslimischen Glaubens in Deutschland zu machen“, heißt es in der Erklärung“
http://www.taz.de/!5316982/

Gudenus und Trump

„Noch vor 400 Jahren gehörte den Navajos, Apachen, Sioux, Shoshonen, Hopis, Algonquin und vielen anderen Indianervölkern fast ganz Nordamerika.
-> Dann fielen die Europäer ein, besetzten das Land, unterdrückten die Ureinwohner und entzogen ihnen die Lebensgrundlagen“
http://www.planet-wissen.de/kultur/voelker/nordamerikanische_indianer/index.html

Ein Merkmal eines Landes (Staates) ist ein geographisch abgrenzbarer Teil der Erdoberfläche.
Herr Gudenus: Geographisch!
Vielleicht gäbe ein kleines Stück Land, in welchem sich die FPÖ einzäunen könnte? Das wäre eine win-win-Situation für alle.

Der tolerante Aristoteles

FAIL! Herr Gudenus verwendet auch ein falsches Zitat! Der große Philosoph Aristoteles hat dieses Zitat aber NIE geschrieben!

Vermutlich handelt es sich dabei um eine eingedeutschte Version des seit einigen Jahren in konservativen englischsprachigen Foren kursierenden Satzes „Tolerance is the last virtue of a depraved society“ aus dem kurzen Text „The New Tolerance“ des konservativen evangelikalen Predigers D. James Kennedy aus dem Jahr 2007. Dieser prangert dort, wenig überraschend, den vorgeblichen moralischen Relativismus der Moderne an und zeichnet dabei den Vorwurf der Intoleranz als neue Waffe der Progressiven.

http://mobil.derstandard.at/2000004797776/Warum-Toleranz-vielleicht-doch-nicht-die-Tugend-einer-untergehenden-Gesellschaft12074934_154241144926383_4523567924901988104_n

„Muslimische Lieder bei Gottesdienst“

Johann Gudenus verbreitet Hetze via einem Krone-Link (nicht mehr verfügbar), der suggeriert, in Österreich würde Rot-Grün verlangen, dass zu Weihachten im Gottesdienst muslimische Lieder von den Katholiken gesungen werden sollen.
Abgesehen von diesen Nonsens, kam diese Meldung von der BILD-Zeitung, die einen grünen deutschen Politiker überrumpelte und falsch zitierte.
Tagelang rund um Weihnachten wurde darauhin auf der Gudenus-Seite und weiteren Seiten menschenverachtend gehetzt. Die Wahrheit dazu gepostet interessierte keinen einzigen Blauwähler.

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„Helene Fischer soll Kopftuch tragen“ FAIL

Johann Gudenus ist „erschrocken“, denn ein deutsches Schlagersternchen „soll“ ein Kopftuch tragen.
Klingt natürlich gleich so, als hätte Angela Merkel das angeordnet.
In Wirklichkeit handelt es sich um diese Zeilen in einem Kommentar des Schauspielers Ilja Richter in „Die Welt“:

„Wenn eine erschreckend hohe Prozentzahl von Menschen laut Umfrage annimmt, dass zum Beispiel Frauen mit Kopftuch keine Deutschen sein können, empfehle ich Helene Fischer dringend, demnächst eines zu tragen; mehr noch: Die Beliebtheit dieser, mir ebenfalls sympathischen Künstlerin könnte musikalisch mit Kopftuch zum Tragen bringen, was unserem Land gut stehen würde: Eine Demokratie mit Herz!“

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article135765688/Helene-Fischer-sollte-Kopftuch-tragen.html

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