Vizekanzler Strache attackiert Bundespräsident Van der Bellen – unfassbare Hasskommentare sind die Folge

Vizekanzler Heinz-Christian Strache postet ein fast 2 Jahre altes Video, um gegen Bundespräsident Alexander van der Bellen zu hetzen.

In dem absichtlich beschnittenen Video vom 24. März 2017 sagt Van der Bellen:

„Jede Frau kann ein Kopftuch tragen. Und wenn das so weitergeht und damit bin ich schon bei der nächsten Frage, bei dieser tatsächlich um sich greifenden Islamophobie – wird noch der Tag kommen, wo wir alle Frauen bitten müssen, ein Kopftuch zu tragen. Alle, als Solidarität gegenüber jenen, die es aus religiösen Gründen“

Es geht allerdings so weiter:

„…tun. Das ist nicht so weit hergeholt. Wenn ich mich richtig erinnere, haben die Dänen während der deutschen Besatzung doch etwas ähnliches gemacht. Und nichtjüdische Dänen haben angefangen den Davidstern zu tragen, als sozusagen symbolische Geste oder auch tatsächliche Geste des Widerstands gegen die Deportation von Juden damals.“

Das Video in voller Länge: https://www.facebook.com/ekoesterreich/videos/1252414298141539/

Was bezweckt der Vizekanzler mit dieser Attacke auf den Bundespräsidenten?
Was jedenfalls folgt, sind Hasskommentare, die teilweise seit 15 Stunden nicht gelöscht wurden:

Primitivste Hetze von Vilimsky, Hafenecker, Darmann und Abwerzger gegen ORF und Flüchtlinge

Sehr viel primitiver geht es wohl kaum mehr, als das was FPÖ-Generalsekretär und NAbg. Christian Hafenecker, FPÖ EU-Abgeordneter Harald Vilimsky, der Kärntner FPÖ-Landesparteiobmann Gernot Darmann und FPÖ-Tirol Chef und LAbg. Markus Abwerzger hier zeigen.
Hafenecker und Abwerzger sind Burschen/Sängerschafter, Darmann bei einer katholischen Mittelschulverbindung (MKV).

 

 

Montage

Das Bild kursiert schon etwas länger in diversen freiheitlichen Hetzgruppen, zeigt also, wo sich Hafenecker, der es am 9.3.2019 um 20:48 postete, auf Facebook herumtreibt.
nur 4 Minuten später, um 20:52 postet es Harald Vilimsky, um 21:01 postete es Gernot Darmann und nennt es „Netzfund“, 21 Minuten später folgte Markus Abwerzger.

Letztklassig auch, dass für diese inhaltlich und grafisch gesehen, üble Montage, ein Stockfoto von iStock ausgewählt wurde, das syrische Flüchtlingskinder in einem libanesischen Flüchtlingslager zeigt.

Das Bild ist allerdings nur zur redaktionellen Nutzung bestimmt, denn:

„…Diese Art von Inhalt ist dazu bestimmt, im Zusammenhang mit Ereignissen verwendet zu werden, die berichtenswert oder von öffentlichem Interesse sind (beispielsweise in einem Blog, Lehrbuch oder Zeitungs- bzw. Zeitschriftenartikel).“

Primitive Hetze ist weder berichtenswert, noch von öffentlichem Interesse, Herr Hafenecker und Herr Abwerzger!

Dass es Abwerzger an Schuldeinsicht mangelt, beweist seine Reaktion auf Kritik:

Ebenfalls kommentiert Christian Hafenecker unter seinem Posting:

Mit „Gutmenschen“, dem Unwort des Jahres 2015, zeigt Hafenecker gerade in Zusammenhang mit diesem Posting, wessen Geist aus der permanenten Anti-Medien/Flüchtlingshetze der FPÖ spricht.
Julius Streicher schrieb 1941 im antisemitischen Hetzblatt „Der Stürmer“ vom „guten Menschen“:

„Es kennzeichnet den guten Menschen, dass er an das Vorhandensein des Schlechten erst dann glaubt, wenn er es mit eigenen Augen sehen kann. Auf die Gutgläubigkeit der Guten baute sich die Berechnung jener auf, die ein Interesse daran hatten, das jüdische Volk als ein ausgewähltes Gottesvolk in Erscheinung treten zu lassen.“

 

Die Kommentare bei Abwerzger sind dementsprechend:

 

FPÖ-GR Leo Kohlbauer missbraucht den Tod eines obdachlosen Ungarn für politische Hetze.

FPÖ-GR Leo Kohlbauer missbraucht den Tod eines 65-jährigen obdachlosen Ungarn, um gegen SPÖ Bezirkschef Markus Rumelhart zu hetzen.
 
2016 ließ Markus Rumelhart (SPÖ), der Bezirksvorsteher des 6. Wiener Gemeindebezirks, die vom Stadtgartenamt montierten Holzleisten auf den Parkbänken des Esterhazy-Parks entfernen, damit Obdachlose dort besser schlafen können.
Leo Kohlbauer (FPÖ) hingegen behauptet, dass sei „nur eine von unzähligen Maßnahmen, die eine Unzahl von Obdachlosen in den Park gelockt hat.“ und macht Rumelhart somit für den Tod des Ungarn verantwortlich.

Von einer FPÖ-Wählerin wird mit diesem Artikel aus oe24.at in einer Facebookgruppe mit 8.205 Mitgliedern gegen Ausländer gehetzt:

„Die „armen“ die zu uns kommen, erhalten sofort eine Unterkunft und unsere eigenen Leute lassen wir auf der Straße schlafen.
Hoffe das sich das schleunigst mal ändert.“

 

Die Fakten:

Wie SozialarbeiterInnen und StreetworkerInnen bestätigen, nimmt die Zahl dieser Menschen in den Parks der Stadt Wien gleichmäßig zu und nicht speziell im Esterhazypark.
Die Maßnahme des SPÖ-Bezirksvorstehers führte also zu keiner verschärften Situation in diesem Park.
 
Der verstorbene Ungar soll dort schon seit einigen Tagen nach einem erlittenen Herzinfarkt gelegen sein.
Speziell aus Ungarn, dem Land, dessen Politik Viktor Orbáns FPÖ Politiker als so vorbildhaft erachten, kommen in den letzten Jahren immer mehr Obdachlose nach Österreich.
Mit einem im Oktober 2018 verabschiedeten Gesetz hatte die Regierung von Premier Viktor Orbán Obdachlosigkeit unter Strafe gestellt. Das habe zu einem „gefährlichen Abtauchen“ der Obdachlosen geführt, da den Bedürftigen nicht mehr geholfen werden konnte, beanstandeten karitative Organisationen.
Von Oktober 2018 bis Jänner 2019 sind laut Ungarischem Sozialforum (MSZF) bereits 78 Menschen erfroren.
Im Winter 2017/2018 gab es 147 Kältetote in Ungarn, 53% davon im Freien.
 
Wer also obdachlose Menschen aus dem öffentlichen Raum vertreiben will, nimmt bewusst in Kauf, dass diesen Menschen mit gesundheitlichen, oder eventuell lebensbedrohlichen Problemen zu spät oder gar nicht mehr geholfen werden kann.
 
Wer hingegen bei Menschen, egal welcher Herkunft, nicht wegsehen will, dem sei das Kältetelefon der Caritas ans Herz gelegt:
 
+++ KÄLTETELEFON CARITAS +++
 
01-480 45 53
 

Vizekanzler Strache ruft öffentlich zum Rechtsbruch gegen das Gleichbehandlungsgesetz auf!

Offen ruft hier Vizekanzler Strache zum Rechtsbruch auf.

 

 

Am 1. Juli 2004 ist das Gleichbehandlungsgesetz in Kraft getreten, damit hat der österreichische Gesetzgeber die Antirassismusrichtlinie der EU umgesetzt.
Arbeitnehmer dürfen seitdem nicht am Arbeitsmarkt aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit bzw. Herkunft diskriminiert werden. Dies gilt bereits für Stellenausschreibungen!

https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/186/Seite.1860220.html#Allgemeines

Was bedeutet „ethnische Zughörigkeit“?Ungerechtfertigte Differenzierungen auf Grund der ethnischen Zugehörigkeit knüpfen an Merkmale an wie etwa Herkunft, Kultur, Muttersprache, Hautfarbe, Sitten oder Religion. https://www.gleichbehandlungsanwaltschaft.gv.at/haufig-gestellte-fragen#Was_bedeutet_bdquo_ethnische_Zughoerigkeit_ldquo_

Hier die gesamte Richtlinie zum Nachlesen:
https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20003395

„Irmgard Griss wurde soeben für eine Massenvergewaltigung freigegeben !“ – Hass im Netz bei FPÖ-GR Zistler

Am 26.2.2019 teilt der Schwechater Gemeinderat Wolfgang Zistler auf seinem Facebook-Profil (952 Abonnenten) einen Artikel eines rechten Hetzportals, in dem es um eine Aussage der Ex-OGH-Präsidentin und NEOS-Abgeordneten Irmgard Griss im Rahmen einer Talkshow bei ServusTV zum Thema „Migration“ geht.


Wir berichteten bereits über die Hasskommentare zu 4 Postings gegen Irmgard Griss bei Heinz-Christian Strache (FPÖ Fails Artikel), FPÖ EU-Abgeordneten Georg Mayer (FPÖ Fails Artikel), Andreas Reindl,  FPÖ-Stadtparteiobmann der Stadt Salzburg (FPÖ Fails Artikel) und die Facebook-Seite der FPÖ-Wien (FPÖ Fails Artikel).

Die Reaktionen sind auch hier von unterirdischstem Niveau, Sexismus und Gewaltphantasien geprägt, einer sticht jedoch besonders heraus:

„Irmgard Griss wurde soeben für eine Massenvergewaltigung freigegeben !“

 

Den Rest wollen wir Ihnen auch nicht vorenthalten:

„Made zertreten!!“ – Bei Andreas Reindl wird gegen Irmgard Griss gehetzt. Gelöscht wird nicht.

Am 17.2.2019 teilt Andreas Reindl, FPÖ-Stadtparteiobmann der Stadt Salzburg, auf seinem Facebook-Profil (16.846 Fans) denselben Artikel des berüchtigten Krone-Online Chefredakteurs Richard Schmitt, wie zuvor Heinz-Christian Strache (FPÖ Fails Artikel), FPÖ EU-Abgeordneter Georg Mayer (FPÖ Fails Artikel) und die Facebook-Seite der FPÖ-Wien (FPÖ Fails Artikel).

In dem Artikel geht es um eine Aussage der Ex-OGH-Präsidentin und NEOS-Abgeordneten Irmgard Griss im Rahmen einer Talkshow bei ServusTV zum Thema „Migration“.
Die Reaktionen in dem von Reindl wie üblich unmoderierten Thread sind wieder einmal von unterirdischstem Niveau, Sexismus und Gewaltphantasien geprägt, die Kommentare seit bis zu einer Woche ungelöscht:

„statt Füße die Muschi gewaschen“ Straches Gastredner Akif Pirinçci vs. Jean-Claude Juncker und Greta Thunberg

Wieder einmal überspannt der rechtsextreme, deutsch-türkische Schriftsteller Akif Pirinçci, der durch seine Katzen-Kriminalromane berühmt wurde, den Bogen gewaltig.

 

Am 21.2.2019 kommentierte er auf Twitter ein Foto, auf dem der Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Junker, sich vor der 16-jährigen Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg verneigt und ihr die Hand küsst, mit:

„Danach hat er ihr statt die Füße wie Jesus die Muschi gewaschen.“

 

Pirinçcis Abstieg

Ab 2012 triftete Pirinçci nur noch in eine pervertierte rechtsextrem/islamfeindliche Gedankenwelt ab, wurde zum gefeierten Redner bei PEGIDA, AfD, FPÖ und Identitären und veröffentlichte schwer verkraftbare Texte wie „Die Freigabe des deutschen Fickviehs„.

Unter Pirinçcis Followern auf Twitter auch wieder FPÖ-NAbg. Gerhard Deimek, dessen Immunität schon einmal wegen oben genanntem Artikel aufgehoben, er aber leider nicht verurteilt wurde.
+ ACHTUNG +
Der im Link enthaltene Text ist nichts für schwache Nerven:

Strafverfahren und Verurteilungen

Am 14. März 2017 wurde Pirinçci am Amtsgericht Bonn wegen Volksverhetzung und Beleidigung zu 5100 Euro Geldstrafe verurteilt. Grund war die oben erwähnte Hetzschrift „Die Freigabe des deutschen Fickviehs“ und ein Facebook-Post vom 1. August 2014, in dem er eine Kasseler Sexualforscherin als „sexbesessene Zwangsjacken-Kandidatin“ beleidigt hatte.
Am 25. September 2017 wurde Pirinçci am Amtsgericht Dresden wegen Volksverhetzung bei einem Pegida-Auftritt nach Einspruch und Strafreduktion zu 2700 Euro Geldstrafe (ursprunglich 11.700 Euro) verurteilt. Zwei Passagen seiner Rede überschritten nach Überzeugung des Gerichts die Grenzen der freien Meinungsäußerung: die Bezeichnung von Flüchtlingen und ihrer Familien als „Moslem-Müllhalde“ und die pauschale Bezeichnung von Flüchtlingen als Vergewaltiger.

 

Die FPÖ-Connection

Mit politischer Korrektheit und „Gutmenschentum“ hatten Heinz-Christian Strache und Akif Pirinçci schon immer ihre Probleme und auch sonst allerlei Gemeinsamkeiten.

2014 lud Strache zu einer „spannenden Diskussion“ mit Pirinçci unter dem Titel „DiebInnen und RäuberInnen – Wie viel Political Correctness ist noch zu ertragen?“ ins Wiener Rathaus. Unter der Moderation von FPÖ-NAbg. Hans-Jörg Jenewein diskutierten Heinz-Christian Strache, Akif Pirinçci, Johann Gudenus, Melanie Schneider, Stadträtin für die AfD in Zweibrücken (Rheinland-Pfalz). Auszüge der Diskussion finden Sie in diesem ARTIKEL des FPÖ-Hetzmediums „Unzensuriert“.

Die Follower von Pirinçcis Twitter-Account lesen sich wie das Who is Who der FPÖ, Identitären, AfD und diverser Patrioten- u. Neonaziszenen.

 

Wer Akif Pirinçci auf Twitter folgt (gesichert):


FPÖ
:

Leo Kohlbauer, Gerhard Deimek, Carl Gustaf Ströhm, Martin Glier, Maximilian Krauss, René Dretnik, Werner Wassicek, Siegfried Waschnig

Identitäre:

Julian Utz, Mario Singer, René-Lysander Scheibe, Roland Moritz, Martin Lichtmesz, Edwin Hintsteiner, Alexander Markovics (Ex-Identitärer, Gründer der IB-Österreich), Patrick Sorger

Medien:
Julian Schernthaner (Die Tagesstimme), Unzensuriert, Freilich-Magazin (aka AULA, GF: Heinrich Sickl – FPÖ, IB), Oliver Zumann (Trolls of Vienna), Johannes Schüller (Wochenblick), Julian Utz (Wochenblick) etc.

 

Wer mit Akif Pirinçci auf seinem Facebook-Privatprofil befreundet ist (gesichert):

FPÖ (+ Umfeld):
Wendelin Mölzer, Odin Wiesinger, Leo Kohlbauer, Elisabeth Keyl, Manfred Platschka, Kai Gersch, Andreas Traxler, Oliver Hübler

Identitäre:
Martin Sellner, Mario Singer, René-Lysander Scheibe, Fabian Rusnjak, Ingrid Weiss, Dimi Lugosi, Alexander Schleyer, Luca Kerbl, Edwin Hintsteiner

Sonstige:
Dorothee Lindemuth-Schmidt (verurteilt wegen Wiederbetätigung), Lucas Lamezan, Barbara Kolm (Hayek-Institut)