Markus Ripfl gedenkt Wehrmachtssoldaten

Nach wie vor hält sich in gewissen Kreisen die Mär vom selbstlosen deutschen Soldaten, der sich für sein Land opferte, als ob es ein Verteidigungskrieg des deutschen Reiches gewesen wäre.

Das Gegenteil jedoch lehrt uns die Geschichte. Schon in den ersten Tagen und Wochen des deutschen Aggressionskrieges gegen Polen hat die deutsche Wehrmacht hunderttausende Tote zu verantworten, und sich gar nicht so neuen Quellen zu Folge auch an Kriegsverbrechen beteiligt.

Die deutsche Wehrmacht war mehr als nur Instrument, sie war Teil des nationalsozialistischen Terrorregimes, und erst ihre endgültige Niederlage und Kapitulation konnte für Europa wieder Frieden ermöglichen, erst ihre militärische Zerschlagung durch die Alliierten die deutsche Todesmaschinerie endgültig zum Erliegen bringen.

Ja, Europa wurde befreit, zu einem sehr hohen Preis, der natürlich zu großen Teilen von den Mitgliedern der verursachenden Nation zu begleichen war, ungeachtet der persönlichen Verantwortung einzelner tragischer Schicksale.

Der deutsche Aggressionskrieg war zu Ende, das Morden in Lagern, die systematische ethnische Säuberung Europas mit brutalsten Mitteln und die Gewalt gegen die politischen Gegner des Reiches war vorbei.

Europa war noch nicht frei, aber befreit war es wohl.

Die Frage an den Herrn Ripfl stellt sich natürlich noch:
Da Österreich völkerrechtlich nicht existierte, meinen sie mit „ihrem Land“ das deutsche Reich?

Markus Ripfl ist Landesgeschäftsführer der RFJ-NÖ und Landesobmann der RFS-Wien.

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